• Im Interview mit fynax zeigt Dr. Diana Taubert die Parallelen der E-Commerce-Branche sowie der Gründer:innenszene auf und erklärt, worauf es bei einem Markenlaunch ankommt.
  • Dr. Diana Taubert ist Geschäftsführerin der ETL IP Patent -und Rechtsanwaltsgesellschaft. Sie ist deutsche und europäische Patent-, Marken- und Designanwältin.

In unserer Konsumgesellschaft ist die Produktvielfalt für Kund:innen nahezu unendlich – man denke nur an Nespresso, Tchibo, Melitta oder Eduscho. Unternehmen konkurrieren damit um ähnliche Märkte, weshalb der wesentliche Unterschied in der Marke selbst als im Produkt liegt. Auch deshalb gehört das Branding zum wichtigsten Faktor, der über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet. Um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, brauchst du also eine starke Marke, die konsistent und relevant ist und deine Kund:innen emotional anspricht und bindet.


Diana, in deiner Funktion als Geschäftsführerin der ETL IP Patent – und Rechtsanwaltsgesellschaft setzt du dich intensiv mit dem Marken- und Patentrecht auseinander. Was genau ist eigentlich eine Marke?

Eine Marke kann neben dem rein rechtlichen Aspekt ganz unterschiedlich definiert werden. Rein rechtlich ist eine Marke ein Begriff oder Zeichen, das die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens kennzeichnet und sie für den Verbraucher von denen der Konkurrenz unterscheidet. Das heißt, eine gute Marke ist eine einzigartige und besondere Marke. Und besonders ist das, was Kunden wahrnehmen und sich einprägen. Damit sich eine Marke von anderen abhebt, muss sie sich möglichst deutlich von anderen Marken in derselben Kategorie unterscheiden. Doch je voller der Markt ist, desto schwieriger ist es, Einzigartigkeit zu schaffen. Unternehmen konkurrieren um ähnliche Märkte und deshalb liegt der Unterschied häufig eher in der Marke als im Produkt selbst.

Gestaltet sich bei so einer weitreichenden Definition einer Marke das Schutzrecht als schwierig? Auf was muss man besonders achten, bzw. was kann man schützen?

Eine Marke ist nur eines der vielen Schutzrechte: Man kann ästhetische Formen, also das Design, schützen. Gegenstände, chemische Erzeugnisse, Verfahren und Verwendungen gehören hingegen zum Patentrecht. Im Markenrecht gibt es die sogenannte Herkunftsfunktion. Das bedeutet, dass man eine Marke mit einem Unternehmen und dessen Produkt oder Dienstleistung verknüpft und es von Waren oder Dienstleistungen anderer Herkunft unterscheiden kann. Die Marke ist damit eine Art Unternehmensbotschafterin, denn sie verknüpft das Alleinstellungsmerkmal bzw. die sogenannten „Unique Selling Points“ bei den Verbrauchern mit dem Unternehmen. Die Merkmale des Unternehmens sind damit fest in den Köpfen der Kunden verankert und werden abgerufen, sobald sie der Marke gegenübertreten. Das ist die Marke.

Kannst du uns die unterschiedlichen Bereiche des Markenrechts beschreiben?

In der Regel unterscheidet man im Markenschutzrecht vor allem zwischen Wortmarke und Bildmarke. Besonderer Fokus gilt hierbei der Wortmarke, denn eine solche kann immer ausgestaltet werden ohne aus dem Schutzbereich herauszufallen. Nur der Wortbestandteil der jeweiligen Marke muss als Nukleus bestehen bleiben. Eine Bildmarke hingegen weist keinen Wortbestandteil auf und ist beispielsweise das Logo eines Unternehmens. Daneben gibt es auch die sogenannte Wortbild-Marke, also eine Kombination aus Wort und Bild, in welchem der Begriff im Zentrum steht und das Logodesign außen herum zu sehen ist.

Aber exotischere Markenformen, wie Farbmarken, Geruchsmarken, Geräuschmarken und 3D-Marken sind möglich. Die Sparkasse ist rot, Langenscheidt ist gelb, Telekom ist magentafarben, Nivea blau. Diese Farbnoten sind alle rechtlich geschützt, das bedeutet, dass andere Hersteller in derselben Branche dieselbe Farbe in ihrer Produktbewerbung nicht benutzen dürfen.

Könntest du näher auf den Prozess eingehen: Ich habe zum Beispiel ein Produkt und will es schützen lassen: Wie genau läuft das ab?

Hier gibt es mehrere Schritte. Sinnvoll ist eine vorangestellte Markenrecherche, um Korrelationen und Kollisionen mit anderen Marken zu vermeiden. Diese erfolgt durch Initiative des Anmelders allein oder durch Beauftragung eines entsprechenden Dienstleisters, denn das Deutsche Patent- und Markenamt prüft nicht, ob deine Marke schon existiert. Nun könnte man sich natürlich fragen, wer das überhaupt nachprüft und kontrolliert. Klar, ein Anwalt zum Beispiel, der auf Markenrecht spezialisiert ist. Aber die Faustregel im Markenrecht besagt: Der Markt ist selbst-regulierend. Das bedeutet also, dass der Markt Überschneidungen und ähnliche Sachverhalte eigenständig regelt und reguliert. Wenn man sich also von anderen Marken gestört fühlt, dann muss man selbst aktiv werden und dagegen vorgehen, andernfalls bleiben Markenüberschneidungen einfach bestehen. Das eingangs erwähnte Deutsche Patent- und Markenamt überprüft neben formalen Anforderungen nur die absoluten Schutzhindernisse bzw. Eintragungshindernisse der Marken auf Anstößigkeit und vor allem auf beschreibenden Charakter. So kann man zum Beispiel nicht „Milch“ als Wortmarke für das Produkt Milch anmelden, denn dann würde es keinem der Hersteller mehr erlaubt sein, Milch auf deren Packung zu schreiben.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass du mit bereits bestehenden Marken korrelierst oder kollidierst und genau deswegen ist die Markenrecherche das A und O – nur weil eine Marke eingetragen wird, heißt das nicht zwangsläufig, dass du das Recht hast diese auch zu verwenden. Vielmehr können ältere Markenrechte bestehen, die der Verwendung entgegenstehen können. Daher ist eine Markenrecherche und eine qualifizierte Einschätzung des Ergebnisses vor der Verwendung einer Marke ratsam.

Du hast auch über den sogenannten „relativen Schutz“ gesprochen. Könntest du diese Besonderheit im Markenrecht erläutern?

Relativer Markenschutz ist immer in Bezug auf etwas anderes zu lesen, also in Bezug auf sogenannte „ältere Rechte“, das sind Rechte an der Nutzung eines Zeichens, die vor der eigenen Nutzung oder Anmeldung entstanden sind. Das müssen nicht immer eingetragene Marken sein. Ein älteres Recht kann beispielsweise auch durch eine frühere Eintragung einer Firma ins Handelsregister entstanden sein.

Im Markenrecht geht es immer um Ähnlichkeit und nicht nur um Identität. Wichtig ist, wie die Marke auf die Verbraucher wirkt und wie Verbraucher diese wahrnehmen. Ist die Ähnlichkeit so hoch, dass sie die Marke mit einer anderen Marke verwechseln könnten, dann könnte das eine Markenverletzung darstellen und fällt dementsprechend in das relative Schutzverfahren. Dabei ist irrelevant, ob man zwei Marken nebeneinander hält. Bei der „Ähnlichkeit“ geht es eben auch um das, was die Kunden mit einer Marke assoziieren. Auch hier prüft allerdings der Markt selbst und nicht das Amt.

Ein Beispiel ist die Wortmarke „Focus“. Sofort assoziiert man damit die Zeitschrift, doch gibt es auch den Begriff Focus für PkW des Herstellers Ford als eingetragene Marke. Die Begriffe sind identisch. Dennoch kollidieren die Marken nicht miteinander, da sie für unterschiedliche Waren und Dienstleistungen verwendet werden und somit in diesem Bereich unähnlich sind. Anders wäre die Situation möglicherweise zu beurteilen, wenn es zum Beispiel zu der Produktion eines E-Bikes mit dem Namen Focus käme: Ein E-Bike ist ebenfalls ein mit einem Elektromotor angetriebenes Fortbewegungsmittel. Hier könnte es unter Umständen zu einem Markenstreit zwischen dem Inhaber der Marke Focus für PkW und dem eBike-Produzenten kommen.

Was passiert, wenn ich die Rechte meiner Mitbewerber:innen verletze? Welche Konsequenzen kommen auf mich zu?

Die Frage ist immer, wie der Markenschutz durchgesetzt wird. Eine eingetragene Marke ist nicht für immer geschützt: wird eine Marke fünf Jahre nicht genutzt, dann verfällt sie im Register. In einem Szenario, in dem sich ein Akteur verletzt fühlt, verfasst er in der Regel eine Abmahnung, also ein Schreiben, das auf die Markenüberkollision hinweist und den anderen zur Unterlassung auffordert. Dies leitet häufig zunächst außergerichtliche Einigungsversuche ab, in denen sich die Parteien gegeneinander versuchen abzugrenzen und eine dahingehende Vereinbarung zu unterzeichnen. Wenn dies scheitert, entscheiden nach der Einreichung einer Klage die Gerichte.

Was würdest du unseren Online-Händler:innen im Zusammenhang mit einer Markenanmeldung empfehlen?

Das Problem ist oft, dass sich Gründer nicht mit dem Markenrecht befassen. Sie haben sich einen Namen und eine Marke ausgedacht, fahren die Marketing-Trommel hoch und wissen, dass sie ihre eigene Marke nicht wissentlich kopiert haben. Dennoch kommt es häufig zu ähnlichen Marken auf demselben Gebiet. Zum einen, weil häufig bewusst ein beschreibender Aspekt gewünscht ist, damit der Nutzer gleich weiß, worum es geht, zum anderen wegen Modeerscheinungen, die auch bei der Wortwahl oder dem Design eine Rolle spielen.

Und genau das ist das Gefährliche – insbesondere im E-Commerce: es herrscht Gründerszene-Spirit und der Markt ist schnelllebig. In dieser Branche generierst du sofort eine Sichtbarkeit und bist zusätzlich nicht nur regional aktiv und sichtbar, sondern dein Handel findet online statt – also mehr oder weniger grenzenlos. Das bedeutet, dass sich Wettbewerber im kompletten E-Commerce-Kosmos gestört fühlen können. Im Worst-Case-Szenario erweist du deinen Mitkonkurrenten damit sogar einen Gefallen, denn wenn dir die Nutzung der Domain, deines Logos oder deines Begriffs verboten wird, musst du von vorne anfangen. Du generierst dabei aber gleichzeitig einen besseren Traffic für deinen Konkurrenten. Es kann allerdings auch passieren, dass du nach Jahren der Inaktivität im Internet weiterhin existierst und damit verantwortlich bist für eine Verletzung.

Ich bin E-Commerce-Händler:in und will ein Produkt verkaufen und deswegen meine Marke eintragen lassen. Ab wann ist es sinnvoll?

Das ist schwierig zu sagen. Wichtig ist die Markenrecherche, um das Risiko einer Verletzung der Rechte anderer zu kennen.

Marketing erfolgt zu einem Großteil über die Marke. Um starkes Marketing zu betreiben, ist eine starke Marke sinnvoll. Und diese ist nicht beschreibend und eingetragen.

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Wie kreiert man ein modernes und gleichzeitig zeitloses Konzept für die eigene Brand? „Es war für uns ganz wichtig, dass neben Produktqualität, auch das Thema positive Emotion, joyful beauty routines und die Identifikation unserer Kunden mit der Marke und etwas Positivem im Vordergrund steht“, erklärt Co-Gründerin Kristina Rasmussen von The Heart Company unseren Podcast-Hosts Nadja Müller und Saravanan Sundaram in der neuen Folge von Thanks for Shopping.

 „Love and kindness in a bottle“ – mit diesem Konzept in Herzform startete Kristina zusammen mit Imke Norden 2019 ihr Unternehmen. Ihre Beauty-Produkte und Parfums definieren sie selbst als Selbstbewusstseins-Booster, die Positivität und Freundlichkeit ausstrahlen sollen. Wie genau das gelingt, warum ein moderner und zeitloser Ansatz im Rahmen von Krisenzeiten so wichtig ist und welche Zielgruppe die Parfumlinie anspricht, erzählt uns Kristina in dieser Episode.

Kristina kommt eigentlich aus dem HR- und Kommunikationsberatungsbereich der Medien- und Unterhaltungsbranche. In ihren vielen Stationen hat sie unter anderem an verschiedenen Standorten in Deutschland und in New York City gelebt und gearbeitet. Neben ihrer aktiven Rolle als Co-Gründerin von The Heart Company, spezialisiert sie sich in ihrem Career-Coaching außerdem auf die Zielgruppe der Millennials und bringt eine große Expertise mit, wenn es um die Bespielung ihrer Produkte im sogenannten „American Way“ geht.

Die Gründung ihres Unternehmens ohne Fremdkapital, mit einer Parfumlinie in einem übersättigten Markt, der von Big Playern wie Chanel, Yves Saint Laurent oder Hugo Boss bestimmt wird, ist alles andere als selbstverständlich. Umso wichtiger, ist es zu verstehen, was das Erfolgsrezept für Kristina und Imke ist. The Heart Company steht für Happiness, Kindness, Love und Positivity. Kristina und Imke haben es sich zum Ziel gesetzt, diese Botschaft in allem was Sie machen wiederzugeben – vom Packaging, über das Design bis hin zur Kund:innen-Experience. In der neuen Folge von Thanks for Shopping geht Kristina auf das Geschäftsmodell, ihre Zusammenarbeit mit Givaudan und auf den sozialen Mehrwert ihrer Parfumlinie ein.


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© fizkes via iStock

Die E-Commerce Branche hat sich zu einer zentralen Säule im Handel entwickelt: Allein in Deutschland werden für dieses Jahr Umsatzzahlen in Höhe von 122 Milliarden Euro geschätzt. Mit einer jährlich erwarteten Umsatzwachstumsrate von 8,13 %, gehen Expert:innen von einem Marktvolumen von circa 167 Milliarden Euro im Jahr 2027 aus. Doch was macht ein erfolgreiches E-Commerce-Business aus? Worauf muss besonders geachtet werden im Aufbau und der Weiterentwicklung eines Onlineshops? Im E-Commerce-Kosmos gilt eine erfolgreiche Strategie für eine funktionierende und nachhaltige Kund:innenakquise als A und O. Es gilt dabei einen methodischen Weg zu finden, um Kund:innen nachhaltig für dein Unternehmen zu gewinnen. Wie das gelingen kann und auf welche fünf Faktoren man besonders achten sollte, erklären wir euch hier im fynax-Blog.

1. Implementierung einer nachhaltigen Strategie

Im Vorfeld solltest du darauf achten, in eine nachhaltige Kund:innengewinnungsstrategie zu investieren. Es gibt mehrere alternative Formen, auf die man zurückgreifen kann, doch als Faustregel sollte die ausgewählte Strategie regelmäßige Inhalte produzieren und so nachhaltig, organischen Traffic generieren. Ein Beispiel ist die Erstellung eines Blogs, der regelmäßig mit Inhalten gefüttert werden kann. Werbekampagnen dagegen sind meist zeitlich begrenzt und daher nicht nachhaltig, können jedoch trotzdem gut als Booster für eine Kund:innenbindungsstrategie herangezogen werden. Ein diversifizierter Ansatz oder ein Mix der verschiedenen Möglichkeiten zur Kund:innenakquise bieten sich immer an.

2. Fokus auf deinen Zielmarkt und deine Zielgruppe

Eine erfolgreiche Kund:innenakquise sollte auf die entsprechende Zielgruppe und den entsprechenden Zielmarkt gerichtet sein, um erfolgreich zu sein. Eine wahllose Marketingstrategie, die jeden anspricht, könnte dazu führen, dass sie niemanden anspricht. Daher ist es wichtig im Vorfeld bereits eine detaillierte Marktrecherche zu betreiben und so seine Ziel- und Altersgruppen zu definieren. Auf diese Weise  kann man sich als Online-Händler:in  besser auf die Bedürfnisse und Vorlieben der jeweiligen Zielgruppe einlassen und somit den Prozess der Kund:innenakquise entscheidend verbessern. „Gen Z“ etwa ist sehr Video- und Social-Media-affin, das heißt, dass bei dieser Zielgruppe eine Social-Media-Kampagne bzw. der regelmäßige Upload von Kurzvideos als sehr erfolgsversprechend eingeordnet werden kann. Im Umkehrschluss dazu muss allerdings bei der Zielgruppe der Boomer oder Millennials möglicherweise eine andere Strategie gefahren werden.

3. Einplanung von Flexibilität

Dein Strategieplan der Kund:innenakquise sollte im besten Fall adaptiv und flexibel gestaltet werden, um so auf Verhaltensänderungen der Kund:innen oder etwaige Markttrends schnell reagieren und sich ggf. schnell anpassen zu können. Zum Beispiel können wir seit der Covid-Pandemie, dem Ukraine-Krieg und der erhöhten Inflationsrate feststellen, dass Kund:innen in Krisenzeiten ein eher zurückhaltendes Kaufverhalten an den Tag legen. Die Reaktion deiner Akquise sollte diese Ängste ernst nehmen und Mechanismen finden, Kund:innen die Zurückhaltung zu nehmen – beispielsweise durch einen exzellenten und persönlichen Kund:innenservice, sowie durch eine langjährige Garantie auf deine Produkte.

4. Diversifizierung deines Ansatzes

Ein diversifizierter Strategieansatz führt zu größeren Chancen der Kund:innenakquise und damit zu einer größeren Leadsgenerierung. Omnichannel-Funktionen, diverse und flexible Bezahlmethoden, sowie Spezialangebote für deine Zielgruppe oder effektive Werbekampagnen helfen dir und deinem Shop dabei, den Kund:innen ein reiches Spektrum an Möglichkeiten für Engagement zu bieten.

5. Customer Lifetime Value

Der Customer Lifetime Value ist ein Messwert in der Marktforschung, der den geschätzten Nettogewinn deines Kunden/deiner Kundinnen analysiert. In der Erhebung wird der Nettoertrag deiner Kund:innen auf ihre ungefähre Lebenszeit hochgerechnet und liefert dir wertvolle Erkenntnisse bezüglich der Langlebigkeit deines E-Businesses. Mithilfe von Business-Komplettlösungen können diese Zahlen errechnet werden und dir aufzeigen, welche Kund:innen dir einen erhöhten Umsatz bieten. In der Regel stellen Kund:innen mit einem hohen CLV-Wert, die teurer in der Akquise sind, einen nachhaltigeren Wertefaktor durch Empfehlungen, Connections und einen erhöhten Umsatz dar.  


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Facebook, Instagram, TikTok – immer mehr E-Commerce Unternehmen bauen ihre Social-Media-Präsenz auf den entsprechenden Kanälen aus, um ihre Reichweite und Sichtbarkeit zu erhöhen. Vor allem im Bereich des Marketings sind Social-Ads inzwischen nicht mehr wegzudenken. Genau an dieser Schnittstelle knüpft auch Lukas Kintzel, Mitbegründer der WhiteLion Agency an und fokussiert sich mit seinem Team unter anderem auf die Beratung von E-Commerce Unternehmen und deren Wachstumssteigerung. Wie WhiteLion eine ganzheitliche All-in-one-Lösung bietet, die Schnittstelle zwischen Beratung und Umsetzung darstellt und vor welchen großen Herausforderungen die WhiteLion Agency aktuell steht, erklärt Lukas unseren Podcast-Hosts Nadja Müller und Saravanan Sundaram in der ersten Folge der dritten Staffel von Thanks for Shopping.

Vor seiner aktuellen Position als Mitbegründer der Social-Ads-Agentur WhiteLion war Lukas Kintzel vor allem als erfolgreicher E-Sport Player in Deutschland bekannt. Den Switch in die Welt des E-Commerce startete er bereits als Jugendlicher über seinen ersten Shopify-Merchandise-Store, über den er gebrandete Unterwäsche verkaufte. „Ich brauchte ein neues Spiel! Das war mein Drive, ich brauchte eine neue Herausforderung und ein neues Spiel mit höherem Potential,“ erklärt der ehemalige E-Sport Player.

WhiteLion bietet E-Commerce Unternehmen eine ganzheitliche All-in-one-Lösung, vereint Beratung und Umsetzung und unterstützt Unternehmen mit Social Ads in ihrem Wachstumsaufbau. Für Lukas ist vor allem das persönliche Consulting von über 300 betreuten Marken, Hauptbestandteil seiner hybriden Erfolgsstrategie. In der neuen Folge von Thanks for Shopping geht er auf das Geschäftsmodell und auf die geplante Expansion der Agentur ein.


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© Kwangmoozaa via iStock

Die E-Commerce-Branche ist inzwischen generationenübergreifend bekannt und beliebt. Ob Big Market Places wie Amazon, Galaxus und eBay, oder Webshops deiner Lieblingseinkaufsläden wie H&M oder Zara – noch immer von einem Trend zu sprechen wäre 2023 wohl eine Untertreibung. Ganz im Gegenteil sind Onlineshops inzwischen eine Überlebensstrategie für Händler:innen, vor allem im Zuge der Corona-Pandemie sah sich auch der stationäre Handel mehr und mehr dazu gezwungen sich anzupassen. Was die Online-Branche so attraktiv macht und warum immer mehr Unternehmen und Händler:innen ihre Online-Präsenz ausbauen, erfährst du in der neuesten Ausgabe unseres fynax-Blogs.

Digitalisierung als Chance für den stationären Handel?

Der stationäre Handel steht vor allem im Zuge der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen, denn gestiegene Kund:innenerwartungen und ein verstärkter Wettbewerb mit der E-Commerce-Branche setzen dem Einzelhandel zu, doch bietet diese Entwicklung auch durchaus Chancen zur Weiterentwicklung des eigenen Geschäfts.

Die Kund:innen kaufen vermehrt aus der Bequemlichkeit des eigenen Heims online ein, wünschen sich aber trotzdem ein personalisiertes digitales Einkaufserlebnis und einen qualitativ-hochwertigen Kundenservice. Warum digitale Abläufe auch den stationären Einzelhandel entlasten können und dazu beitragen können, ein hybrides Verkaufsmodell zu etablieren, fassen wir hier für euch zusammen.

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Die Vorteile eines Online-Shops

Was macht den E-Commerce so attraktiv? Ein großer Pluspunkt des Online-Shops dürfte der vergleichsweise simple Einstieg ins E-Business sein. Denn E-Commerce ist auch mit kleinerem Budget möglich, das heißt auch Start-Ups oder kleinen Unternehmen ist die Chance geboten, ohne große Hindernisse durchzustarten. Das liegt vor allem daran, dass Online-Shops keine Ladenmiete zahlen müssen, automatisierte Abrechnungen möglich sind und man bequem, also zeit- und ortsungebunden verkaufen kann.

Einen weiteren Pluspunkt stellen auch die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit des Webshops dar. Im Gegensatz zum stationären Handel ist der Webshop nicht an Öffnungszeiten oder seine Location gebunden und damit 24/7 für die Kund:innen verfügbar. Bestellungen können online, jederzeit und von überall aufgegeben werden. Online-Händler:innen können damit beispielsweise auch von den Möglichkeiten des internationalen Handels profitieren und sich damit eines größeren Absatzmarktes bedienen – vorausgesetzt, sie verfügen über die erforderliche Logistik.

Wirtschaftlich betrachtet macht sich vor allem die Einsparung der Personalkosten bemerkbar: Ein Online-Shop und automatisierte Abrechnungsprozesse sind nicht auf Personal angewiesen, sondern funktionieren digital.

Wie nutzt man den Webshop effektiv?

Der eigene Webshop kann schnell und einfach mit der entsprechenden Software konfiguriert werden. Durch die Möglichkeit des automatisierten Verkaufsprozesses und flexiblen Verkaufsstrategien kann der Absatz erheblich gesteigert werden. Vor allem die digitale und crossmediale Nutzung der verschiedenen Kanäle, wie zum Beispiel der Verkauf und die Bewerbung über Social Media erleichtert den Verkaufsprozess zusätzlich.

Nicht zu unterschätzen sind außerdem die effektive Nutzung von Analysetools oder Business Intelligence Lösungen, die es Online-Händler:innen ermöglichen ihre Alters- und Zielgruppen besser zu identifizieren, Konsument:innen und deren Kaufverhalten besser zu verstehen und zu prüfen, ob beispielswiese durchgeführte Werbeaktionen und Kampagnen greifen oder nicht.

Der Online-Shop: nur Vorteile?

Die Vorteile eines Online-Shops liegen auf der Hand, doch ist das die ganze Story? Nicht ganz! Es gibt durchaus auch Risikofaktoren in der E-Commerce-Branche, die von Händler:innen nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Der Handel im E-Commerce erfordert eine Online-Marketingexpertise. Nur eine gezielte SEO-optimierte Werbung kann auf den entsprechenden Social-Media-Kanälen deine Zielgruppe erreichen und damit deine Reichweite erhöhen. Doch auch hier ist das Ganze nicht so einfach, wie es sich anhört: Der Einstieg in den Online-Handel gestaltet sich zwar relativ einfach, dennoch ist die Konkurrenz auf dem Markt hoch. Als Online-Händler:in solltest du vesuchen ein Alleinstellungsmerkmal zu haben, um dich von der Masse abzuheben.

Die aktuelle Lieferkettenproblematik zeigt außerdem auf, wie sehr die Online-Branche von einer funktionierenden Logistik lebt. Lagermöglichkeiten der eigenen Ware oder eben funktionierende Lieferketten beim Dropshipping sind entscheidende Faktoren für Online-Händler:innen weltweit.

Außerdem ist es sehr wichtig eine greifende und wirksame Cybersecurity im Online-Shop zu konfigurieren. Im Online-Handel sind die Gefahren des Datenabgriffs deutlich höher als im stationären Handel. Die Datensicherung der Kund:innen und damit der Datenschutz, wie auch die Gewährleistung eines einwandfreien Zahlungssystems und einer lückenlos funktionierenden Logistik sind Risikoquellen, die jede:r Online-Händler:in betreffen.


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© gorodenkoff via iStock

Das Spiel deiner Lieblingsmannschaft vom Spielfeldrand mitverfolgen, Shoppingtrips ins weihnachtliche New York oder nach Mailand, Live-Konzerte im Londoner Hyde Park oder eine Besichtigung der Cheops-Pyramide in Ägypten – für das alles könnte es schon bald nicht mehr notwendig sein, in das Flugzeug zu steigen und zu verreisen, denn mit dem Konzept des neuen Metaverses entstehen völlig neue Formen der virtuellen 3D-Interaktion. Das Zukunftspotential des Metaverses wird nach und nach auch von den Big Playern der Branche erkannt – so sticht Facebook (inzwischen Meta) mit einer Investition von zehn Milliarden Dollar heraus, während Bloomberg das potentielle Marktvolumen des Metaverse auf 800 Milliarden Dollar für 2024 prognostiziert. Was das Metaverse auch für den E-Commerce so spannend macht, wie das virtuelle Einkaufserlebnis im Online-Handel nachhaltig beeinflusst wird und auf was du deswegen besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Metaverse – mehr als nur ein Trend?

First things first: Das Metaverse dient als Zugang zu einer virtuellen Onlinewelt, in der von Nutzer:innen angelegte virtuelle Avatare als Protagonisten agieren. Was sich erst mal wie ein Videospiel anhört, dürfte sich schon bald als fester Bestandteil der E-Commerce-Branche etablieren, denn das Ziel von Big Playern wie Meta, Amazon oder Microsoft ist es unter anderem auch eine digitale Parallelwelt zu erschaffen, in der Avatare und Nutzer:innen neu entstehende Marketplaces dreidimensional nutzen können.

Die Umbenennung von Facebook in Meta, die darauffolgende Investition in Höhe von 10 Milliarden Dollar sowie das auf 800 Milliarden Dollar prognostizierte Marktvolumen und die Integration der Gaming-Plattform „Roblox“ in das Metaverse sind bereits deutliche Anzeichen für Anleger:innen und auch Online-Händler:innen den Trend ernst zu nehmen und das Zukunftspotential für den Online-Handel nicht zu unterschätzen.

Anwendungsbasierte Technologie – das A und O

Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Metaverses, schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten und die bereits geplante Einführung von immersiven Technologien wie Augmented- (AR) und Virtual Reality (VR) werden dazu beitragen, das Online-Einkaufserlebnis von Konsument:innen nachhaltig zu verändern.

Erste Beispiele dieser Technologien sind bereits erfolgreich bei Amazon und beispielsweise großen Brillenhersteller:innen getestet worden: Mithilfe der Augmented Reality Tools ist es Käufer:innen möglich, eine Brille virtuell anzuprobieren oder mit dem Room Decorator von Amazon virtuelle 3D-Möbelstücke auf dem Smartphone in die eigene Wohnung hineinzuprojizieren.

In der Gaming-Welt ist der Erfolg des Konzepts ebenfalls zu beobachten, denn auch hier sind Konsument:innen dazu bereit reales Geld für virtuelle Besitztümer wie Tokens, Statussymbole, Grundstücke oder Kleidungsstücke auszugeben, um ihren Avatar entsprechend anzupassen. Doch was genau bedeutet diese Entwicklung für den Online-Handel? Und wie können Online-Händler:innen im Metaverse mit ihrem Shop und ihren Produkten erfolgreich partizipieren?

Möglichkeiten für Unternehmen im Metaverse

Die Möglichkeiten der Partizipation für dein Online-Business sind vielfältig. Wie bereits angesprochen besteht beispielsweise die Möglichkeit digitale Kleidung oder Accessoires für die Metaverse-Avatare anzubieten. Das schließt aber gleichzeitig nicht den Verkauf von real-physischen Produkten aus, denn das Metaverse kann eben auch als virtueller 3D-Showroom für deine Kleidungsprodukte dienen, um deinen Kund:innen ein besseres Online-Einkaufserlebnis zu bieten.

Auch hybride Angebote, das heißt virtuelle und reale Produkte können auf deiner Plattform angeboten werden. Der Edelsteinanbieter Juwelo zum Beispiel verkauft physische Schmuckstücke zusammen mit einem Non-Fungible Token (NFT), also mit einer digitalen Besitzurkunde des Produkts, die anschließend digital in die Wallet der Kund:innen geladen wird.

Generell ist der Verkauf von NFTs im Bereich Digital Art vielversprechend, aber auch der Verkauf von digitalen Grundstücken oder die möglich gemachte Werbeschaltung lediglich durch die Präsenz deiner Marke oder deiner Produkte in virtuellen Marketplaces des Metaverse können die Reichweite und die Profitabilität deines Online-Shops verbessern.

Im Metaverse entstehen neue Marktplätze und damit auch neue Chancen für neue Player in der Online-Branche. Besonders die erfolgreiche Integration von NFTs, die beispielsweise als virtuelle Währungseinheiten, als Zugangspässe zu exklusiven Online-Events oder als Kaufvoraussetzung für ausgewählte exklusive Produkte (virtuell oder real) genutzt werden können, wird für den Erfolg deines Onlineshops ausschlaggebend sein. Ein weiterer Knackpunkt für einen erfolgreichen Metaverse-Auftritt dürfte auch die digitale Interaktion mit den Nutzer:innen sein, denn die Erreichbarkeit und die Qualität deines Kundenservices auf der Plattform entscheidet letztendlich über die Kund:innenzufriedenheit.

Die Vorteile für E-Commerce Unternehmen

Die wichtigsten Vorteile, die ein Einstieg im Metaverse mit sich bringen haben wir dir hier aufgelistet:

  1. Entertainment
    • Der Entertainment-Faktor deines Online-Shops und dessen Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft deiner Kund:innen sollten nicht unterschätzt werden. Virtuelle Erlebnisse im Zusammenspiel mit dem Gamification-Ansatz haben positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsument:innen. Der Schuhgigant Nike zum Beispiel hat mit NIKELAND einen 3D-Bereich auf der Spieleplattform Roblox im Metaverse gestartet und ermöglicht den Avataren spielerisch Punkte zu sammeln und diese gegen digitale Kleidung einzutauschen.
  2. Erstanbietervorteil
    • Durch einen frühen Einstieg ist eine Vorreiterrolle für dein Unternehmen möglich. Marketingaktionen und Werbeschaltungen auf einer alternativen Plattform mit Zukunftspotential wie Metaverse erweitern die Reichweite deiner Produkte.
  3. Verbesserte Kundenbetreuung
    • Die Interaktion im virtuellen Raum beeinflusst die Wahrnehmung der Konsument:innen von Marken und Produkten. Außerdem kann eine aktive Kundenbetreuung im virtuellen Raum die Produkt- und Serviceerfahrung verbessern und damit auch einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kund:innen haben.
  4. Marktforschung
    • Das Metaverse ist datengesteuert. Eine sinnvolle Datenspeicherung und Auswertung kann wertvolle Hinweise zu Konsument:innenverhalten liefern und somit dem Unternehmenswachstum helfen.
  5. Personalisierung
    • Personalisierte (Marketing-) Kampagnen auf Grundlage der Datenauswertung steigern die Produktattraktivität und erhöhen die Chancen auf ein positives Kauferlebnis.
  6. Unbegrenztes Potential
    • Das Potential für den E-Commerce ist unbegrenzt. Je nach Entwicklung kann die Plattform neue Absatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle für Online-Händler:innen bieten.

Natürlich ist das Metaverse noch immer bestenfalls ein Beta-Projekt und noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Anwendungsorientierte Technologien wie AR und VR müssen qualitativ hochwertig bereitgestellt, umgesetzt und den Massen zugänglich gemacht werden, um zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz deuten inzwischen mehrere Faktoren in der Branche auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Hohe Investitionen der Big Player, aber auch unabhängig davon einige neue Virtual Reality Projekte, wie beispielsweise der 3D-basierte virtuelle Rundgang in der Cheops-Pyramide mithilfe von AR-Technologie verdeutlichen diesen Trend.

Für Online-Händler:innen ist insbesondere eine frühzeitige Investition in die ohnehin schon wichtige Infrastruktur der Cybersicherheit von Bedeutung. Denn auch im Metaverse gelten Fälschungen, gehackte Avatare und Cyberangriffe als größte Risikofaktoren für deinen Online-Shop.


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Das fynax-Duo im Portrait

13. Februar 2023

Nadja Müller und Saravanan Sundaram sind nicht nur die Köpfe hinter fynax, sondern auch die Stimmen und Gesichter unseres Podcasts „Thanks for Shopping“ (prod. von Podstars by OMR). Woher unser Führungsduo kommt, wie sie E-Commerce verstehen und warum sie mit fynax und ihrer persönlichen Art in der Branche doch etwas herausstechen, haben sie uns im Interview erzählt.


Saravanan und Nadja, wo kommt ihr her und was habt ihr vor eurer Zeit bei fynax gemacht?

Saravanan Sundaram (S): „Bevor ich in den E-Commerce Kosmos von fynax eintauchte, war ich sieben Jahre im Einzelhandel und anschließend in der Start-Up-Welt unterwegs. Damals haben wir ganz frisch angefangen, unsere Produkte im Internet zu testen. Zu diesem Zeitpunkt gab es auf Amazon beispielsweise nur Bücher zu kaufen. Wir haben zwar unsere Unterwäsche über den Online-Handel versucht zu verkaufen, aber interessanterweise mussten die Leute, wenn sie online bezahlt haben, trotzdem zu uns in den Laden fahren, um die gekauften Waren abzuholen – der ganze Online-Handel steckte eben noch in den Kinderschuhen. Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem Einzelhandel und der Start-up-Szene bat ein alter Kollege mich darum, Kontakt zum Vorstand der ETL-Gruppe aufzunehmen. Die Position für die neu entstandene Marke für den Online-Handel fynax passte einfach wie die Faust aufs Auge.“

Nadja Müller (M): „Ich habe einen ganz klassischen Lebenslauf: Ich habe Wirtschafts- und Umweltrecht studiert, bin dann in die Wirtschaftsprüfung gegangen und schließlich in die Steuerberatung gerutscht – eigentlich mehr durch Zufall. Ich habe vorher viele unterschiedliche Stationen durchlaufen: Ich habe in Trier studiert, war dann beruflich in Koblenz, in Düsseldorf und schließlich in Berlin. Den ersten wirklichen Berührungspunkt mit E-Commerce hatte ich während meiner Zeit bei einem Online-Möbelhaus, bei dem ich mich um das ganze Thema Steuern gekümmert habe. Außerdem habe ich damals als Referentin für den NWB-Verlag ein Seminar zum Thema E-Commerce und Steuern geleitet. Aufgrund der Programmheftchen, die wir im Rahmen des Seminars herausgaben, ist Herr Müller, Vorstand der ETL, auf mich aufmerksam geworden und hat Kontakt mit mir aufgenommen für die Leitungsstelle des neu entstehenden fynax-Teams.“

Was macht den Bereich E-Commerce so spannend?

M: „Vor ein paar Jahren war das ganze Thema einfach super neu und gerade auch aus Sicht der Steuerberatung so etwas wie eine grüne Spielwiese: Viele Dinge waren noch nicht entschieden, man ist ständig auf gesetzliche Regelungen gestoßen, die nicht für den Online-Handel ausgelegt waren. Das macht den Transferprozess bis heute einfach spannend. Man muss auch sagen, dass die Branche sehr schnelllebig, modern und digital ist. Randthemen wie Datensicherheit und Datenschutz – also die ganze Infrastruktur– macht den Kosmos E-Commerce für die Steuerberatung sehr interessant. Man weiß nie so wirklich, welcher Trend als nächstes kommt. Wenn man diesen ganzen Hintergrund beleuchtet, dann geht es beim Thema E-Commerce um viel mehr, als nur um das ein- und verkaufen.“

S: „Wir sind die Generation vor dem Internet. Wir haben unsere Kindheit ohne Smartphones verbracht. Wir sind quasi die Konsolengeneration Nintendo und Sega. Dann kam auf einmal der Computer Amiga, der damals fortschrittlichste PC, auf den Markt. Und ich glaube, dass wir deswegen aus heutiger Sicht sehr gut nachvollziehen können, wie rasant diese Entwicklung damals war: Als Anfang der neunziger Jahre das Internet kam, gab es ja noch kein Google, sondern Alta Vista. Erst nach und nach sind Online-Marktplätze wie „ebay“ oder „Amazon“ Mitte des Jahrzehnts entstanden. Amazon gehört mittlerweile zu den Marktführern des Online-Handels, hat am Anfang aber nur Bücher verkauft. Auch Zalando fing nur mit Schuhen an und ist jetzt börsennotierter deutscher Online-Versandhändler – eben nicht nur für Schuhe, sondern auch für Kleidung und Kosmetik. Sie alle haben früh verstanden, wie weit die Nachfrage reicht und wie groß das Potential ist.

Was weiterhin spannend an der Branche ist: dass man die Leute im E-Commerce kennenlernt und sieht, was hinter den Kulissen alles passiert und wie schnell und agil sich die Branche weiterentwickelt und weiterwächst. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch noch dazu geführt, dass ein richtiger Boost hinzugekommen ist, dass die Menschen noch mehr online kaufen und verbrauchen. Ich glaube auch, dass da noch gar kein Ende in Sicht ist. Es gibt noch so viele weitere Themen im E-Commerce-Bereich! Das hören wir auch ständig bei uns im „Thanks for Shopping“-Podcast. E-Commerce ist weitaus mehr als nur das Verkaufen und Einkaufen von Produkten online, wie Nadja schon meinte. Es gibt weitaus mehr Themen und ich glaube, dass das Vielen noch gar nicht so bewusst ist.“

Was zeichnet euch bei fynax in eurer Zusammenarbeit aus?

S: „Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist: Wir haben echt viel Spaß. Wir sind viel mit dem Team auf Messen und Veranstaltungen unterwegs und stehen gemeinsam auf Bühnen. Dabei lachen wir sehr viel und haben Freude an unserer Arbeit. Das zeichnet uns auch aus. Wenn wir mit den Kanzlei-Leiter:innen zusammenarbeiten und im Austausch stehen, merken wir, dass immer der Spaß an der Arbeit und der Spaß daran, sich weiterzuentwickeln, im Vordergrund steht. Wir sehen auch, dass sie Lust haben mitzumachen – vor allem deshalb, weil der Job am Ende nicht monoton ist. Jedes Mandat ist so individuell, dass letztendlich auch jede:r Mandant:in interessant für die Kanzleien wird. Der Markt entwickelt sich und wir müssen uns mit ihm weiterentwickeln. Der E-Commerce ist zudem eine sehr kommunikative Branche. Wenn man es nicht schafft, sichtbar zu sein und auf Augenhöhe zu kommunizieren, dann hat man das Spiel schon verloren. Würden wir beispielsweise auf Messen in Anzug und Krawatte stehen, würde uns keiner der Online-Händler:innen ansprechen. Genau deswegen haben wir auch unseren Podcast „Thanks for Shopping“ ins Leben gerufen: in diesem sprechen wir sowohl über die Zukunft des E-Commerce, Marktentwicklungen, neue Technologien – als auch über Steuern. Wir wollen Online-Händler:innen, Unternehmen und Entwickler:innen eine Plattform bieten und gleichzeitig das Netzwerk weiter ausbauen, Partner:innen finden, direkt mit den Leuten in Kontakt treten und von ihnen lernen. Wir als Steuerberater:innen müssen ihre Probleme verstehen, damit wir besser darauf eingehen können.“

M: „Und auch bezogen auf die ETL-Gruppe insgesamt finde ich, dass wir von fynax, schon ein bisschen herausstechen. Allein optisch: Wie Saravanan schon meinte, geben wir Interviews eben im Hoodie oder stehen auf Bühnen und erzählen dem Publikum etwas. Wir machen manche Dinge schon anders, als die ETL es gewohnt ist. Trotzdem glaube ich, dass der Erfolg für uns spricht. Letztendlich muss das Auftreten zur Branche passen – und genau diesen Zeitgeist verkörpern wir.“

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© Ilija Erceg via iStock

Der Umsatzeinbruch der E-Commerce Branche 2022 hat Spuren hinterlassen: Kostensteigerungen, die Inflation, sinkende Konsum- und Kaufbereitschaft der Konsument:innen, sowie die Energiekrise und Lieferkettenprobleme. Das sind nur einige wenige Beispiele der Herausforderungen, die auf Online-Händler:innen 2023 zukommen. Und dennoch gibt es ein Lichtblick am Ende des Tunnels: nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft wird für 2023 eine positive Entwicklung des Online-Handels prognostiziert. Wie du am besten auf die anstehenden Herausforderungen reagierst und auf was du besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Rebound 2023?

Die knapp zwei Jahre anhaltende Sonderkonjunktur des E-Commerce hat durch die Inflation und Energiekrise im Zuge des Ukraine-Krieges ein jähes Ende gefunden. Trotzdem gehen Expert:innen des Bundesverbands für E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) davon aus, dass die Branche sich nach dem Umsatzeinbruch 2022 wieder auf einen Rebound im neuen Jahr freuen darf. Der signifikante Vorteil des E-Commerce im Vergleich zum stationären Handel liegt vor allem bei der Einsparung der Personalkosten. Online-Händler:innen haben vergleichsweise weniger Personalausgaben, sind daher nicht an die inflationäre Gehaltsspirale gebunden und können entsprechend günstigere Angebote in ihren Online-Shops ermöglichen. Auch deshalb gehen Expert:innen mit einer Wachstumsrate der E-Commerce-Branche von bis zu fünf Prozent im neuen Jahr aus.

Herausforderungen für den Online-Handel

Trotz der positiven Prognose müssen sich Online-Händler:innen allerdings auch auf Herausforderungen in der Branche gefasst machen. Der Zustandsanalyse des ECC Köln und des Zahlungsdienstleisters Mollie zufolge entstehen die größten Herausforderungen für den E-Commerce aufgrund von allgemeinen Kostensteigerungen, erschwerten Wettbewerbsbedingungen und aufgrund des nachlassenden Konsums. Im Zuge des Ukraine-Kriegs sind vor allem auch im Online-Handel die wirtschaftlichen Nachwirkungen durch die andauernde Energie-, Inflations- und Lieferkettenkrise zu spüren.

Nichtsdestotrotz sind aber auch branchenspezifische Gründe für viele Probleme des Online-Handels ausschlaggebend. Dazu gehören unter anderem der Mangel an geeigneten Fachkräften und damit verbunden fehlendes Know-How, sowie eine schlechte Beratungs- und Betreuungsqualität.

Online-Händler:innen reagieren auf die Herausforderungen mit digitalen Maßnahmen, wie zum Beispiel mit dem Ausbau ihres Online-Marketings und der Weiterentwicklung ihrer Webshops. Außerdem sind Verbesserungen der Webservices durch Angebote von flexiblen Bezahlungsmethoden wie „Buy Now, Pay Later“, Betrugsminimierung durch Investitionen in die Cybersecurity und deren schnelle Integration in das Shopsystem erfolgversprechende Lösungsstrategien der Betreiber:innen.

Ein Umdenken in der Branche

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgen für ein Umdenken in der Kund:innenbindungsstrategie. Big Player, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen im E-Commerce legen den Fokus ihrer Marketingstrategie inzwischen primär auf Kund:innenbindung und nicht wie vorher auf die Kund:innenneugewinnung. Damit reagieren sie auf das veränderte Konsumverhalten, das für den Online-Handel eine große Herausforderung darstellt. Doch wie sieht eine erfolgreiche Strategie zur Kund:innenbindung aus? Und wie können sich Online-Händler:innen frühzeitig anpassen?

Tools und Trends 2023

Wie so oft steht auch im neuen Jahr die Kund:innenzufriedenheit an oberster Stelle und neue Tools und Trends im Online-Handel sollten vor allem für die Verbesserung des Einkaufserlebnisses genutzt werden. Das meint auch Fabian Fischer, CEO der Digitalberatungsplattform Etribes, der für den Erfolg eines Online-Shops das Kund:innenerlebnis als ausschlaggebenden Faktor bezeichnet.

Eine Übersicht über die wichtigsten Tools, mit denen ihr auf die kommenden Herausforderungen reagieren und eure ganzheitliche Cumstomer Journey verbessern könnt, haben wir hier für euch zusammengestellt:

  • Virtual Reality

Das Tool „Virtual Reality“ ist durch 3D-Animationen besonders dazu geeignet, den Kund:innen ein verbessertes Online-Einkauferlebnis zu bieten. Bekannte Beispiele sind digitale Anproben von Kleidungsstücken oder die digital-räumliche 3D-Darstellung von Möbelstücken. Die Integration einer 3D-Ansicht deiner Produkte in deinem Webshop erleichtert deinen Kund:innen die Auswahl und verbessert das Online-Einkaufserlebnis nachhaltig.

  • Künstliche Intelligenz

Programme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, sind in der Lage zusätzlichen Content bei angebotenen Produkten anzubieten und diese Informationen automatisch zu generieren.

  • Beratungsqualität

Besonders hervorzuheben ist die Relevanz der Beratungsqualität im Online-Shop. Nicht nur die Möglichkeit einer Beratung auf deiner Webpage, sondern auch die Möglichkeit einer schnellen und persönlich-zugänglichen Beratung sollte daher möglich sein. Das kann beispielsweise über eine (Video-) Chat-Funktion, oder aber auch über den klassischen telefonischen Kontakt erreicht werden.

  • Kund:innenbindungsangebote

Du solltest überlegen, deine Produkte community orientiert anzubieten und über spezielle Zielgruppen-Angebote deine Kund:innen an deinen Online-Shop zu binden.

Ein professionelles Datenauswertungsprogramm ist besonders für Online-Händler:innen praktisch, da das Programm dabei hilft, Marketing-Prozesse zu optimieren, die Effizienz des Unternehmens zu steigern und auf Veränderungen im Markt entsprechend reagieren zu können.

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Der Brutto-Umsatz im Online-Handel in Deutschland ist zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent gefallen, Krisen wie die mit dem Krieg in der Ukraine verbundene Inflation und die weiterhin angespannten Lieferketten – es war ein herausforderndes Jahr für die Branche. Zusätzlich steht der Online-Handel vor der Herausforderung, sich klima- und umweltfreundlich zu transformieren. Nicht zuletzt, weil dem Wert Nachhaltigkeit gesellschaftlich zunehmend mehr Bedeutung beigemessen wird. Umso wichtiger ist es deshalb, die kommenden Trends im E-Commerce frühzeitig zu erkennen und diese für sich nutzen zu können. Welche vielversprechenden Trends das Jahr 2023 für den Online-Handel mit sich bringt, erfährst du hier bei uns im fynax-Blog.

Trend 1: „Buy now, pay later“

„Buy now, pay later“ (BNPL) heißt auf Deutsch nichts anderes als „jetzt kaufen und später bezahlen“. Dabei handelt es sich praktisch um eine moderne Bezeichnung für den klassischen Rechnungskauf, wie man ihn unter anderem auch aus den Quelle- und Otto-Katalogen kannte. Die neue Bezahlfunktion gilt als Umsatzbooster für E-Commerce-Unternehmen und Payment-Dienstleister wie PayPal oder Klarna. Prinzipiell stellt die Bezahlmethode sowohl für Händler:innen, als auch für Kund:innen ein nützliches Tool dar, das vor allem in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit als flexible Alternative zur klassischen Bezahlmethode genutzt werden kann. Kleine und mittlere Unternehmen, sowie Online-Händler:innen können durch die Einführung der Bezahlfunktion Bestandskund:innen binden, sowie Neukund:innen gewinnen.

Trend 2: Cybercrime im E-Commerce

Die Risiken des Cybercrimes für Online-Händler:innen sind auch 2023 ein bestimmendes Thema für den E-Commerce: organisierte Cyberverbrechen mit Trojanern, klassischen Betrugsmitteln oder dem Diebstahl von Zugangsdaten der Händler:innen und Käufer:innen müssen ernst genommen werden. Dazu bieten sich regelmäßige Awareness-Sicherheitsschulungen für neue und bestehende Mitarbeiter:innen an, aber auch die Einführung von Hard- und Software-basierten Sicherheitsprogrammen. Sogenannte „Bug Bounty“-Programme können zusätzlich genutzt werden, um Schwachstellen im Sicherheitssystem zu suchen und die Schutzmaßnahmen entsprechend nachzujustieren.

Trend 3: Optimierung und Automatisierung der Lieferketten

Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit eines E-Commerce Unternehmens ist unabdingbar. Mittel- und langfristig gesehen ist die Automatisierung der Lieferketten mithilfe von AI-Programmen (künstlicher Intelligenz) die nachhaltigste Lösung. In unserer fynax-Trendstudie gehen wir auch nochmal detaillierter auf Nachhaltigkeit und Lieferketten im Online-Handel ein. Aber generell müssen auch kleine und mittlere Unternehmen flexiblere und agilere Prozesse, wie zum Beispiel cloudbasierte Softwareprogramme für die Überwachung der Lieferketten einführen. Hierbei ist besonders eine gute und flexible Kund:innenkommunikation für jede:n Online-Händler:in wichtig, da diese Kommunikation bei Lieferkettenproblemen für die Kund:innenzufriedenheit eine entscheidende Rolle spielt.

Trend 4: Secondhand – Eine Chance für den E-Commerce

Aufgrund der aktuellen Produktknappheit, Lieferengpässen und dem sich verändernden Kaufverhalten der Konsument:innen rücken vor allem auch Gebrauchtwaren oder De-Facto Neuwaren wieder verstärkt in den Fokus der Kund:innen.

Auch wenn die Hauptbeweggründe für einen Kauf der kostengünstigere Preis der Produkte und die Nachhaltigkeit stellen dürften, so müssen Online-Händler:innen und Plattformen bei dem Vertrieb von Gebrauchtwaren vor allem auf die Qualität ihrer Dienstleistung achten: Das bedeutet – zuverlässige Produkte, zuverlässiger Service und zuverlässige Reklamationsmöglichkeiten.

Trend 5: Die Revolution des Online-Einkaufserlebnisses

Unterhaltung und Gamification sind Schlüsselbegriffe für die neue Art des Einkaufserlebnisses für E-Commerce Kund:innen. So zeigen Studien, dass vor allem das jüngere Publikum sich durch Unterhaltungselemente zum Kauf von Produkten motivieren lässt. Die Einbindung von Entertainment und Gamification-Ansätzen, wie beispielsweise die Konfiguration von Minispielen auf der Website des Onlineshops oder Kurzvideos erhöhen die Verweildauer der Kund:innen und steigern somit auch die Motivation zur Kaufbereitschaft. Auch Verlinkungen zu Social Media Events tragen dazu bei den Kund:innenstamm fester zu binden, Neukund:innen zu gewinnen und ihre Verweildauer auf den Plattformen zu steigern.

Trend 6: Echtzeitshopping via Livestream

Der Megatrend aus China dürfte sich bald schon in Europa etablieren und auch in Deutschland durchstarten. Das Live-Shopping knüpft an die bereits im Voraus erwähnten Unterhaltungselemente im Einkaufserlebnis an, denn auch hier bietet das Echtzeit-Shopping interessante Elemente, die die Verweildauer der Konsument:innen online erhöhen können. Durch 3D-Produktvorführungen, das Testen von Produkten oder das Anprobieren von Klamotten beispielsweise erhalten die Interessent:innen einen besseren und vor allem authentischeren Eindruck des besagten Produkts.

Smarte Kommunikationsmöglichkeiten, wie etwa die Einführung von Likes, Kommentaren oder Live-Umfragen während der Produktvorstellung können dir außerdem damit helfen das Einkaufserlebnis noch interaktiver zu gestalten. Da Livestreams über die eigene Webpage oder über Social Media Plattformen geteilt werden können, sollten sich auch KMUs oder Kleinunternehmer:innen des stationären Handels mit dieser Idee auseinandersetzen.

Wichtig wäre im Live-Shopping aber vor allem die Wahl des Hosts bzw. Presenters: Diesen kannst du entweder als KOL (Key Opinion Leader), also als Influencer:in wählen, oder eben auch als KOC (Key Opinion Consumer). Ein KOL verfügt in der Regel über eine sehr hohe Reichweite auf Social Media Kanälen und eignet sich daher besonders gut zur Kund:innen-Neugewinnung. Ein KOC hingegen kann damit punkten, dass er:sie als „normale:r“ Konsument:in des Produkts eine höhere Authentizität und Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Ein KOC eignet sich also besonders gut für die Bindung der bestehenden Kundschaft und für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses mit den Kund:innen.

Trend 7: Nachhaltige Umsatzzahlen durch Kund:innenprofibilität

Besonders 2023 ist die Pflege deiner Bestandskund:innen extrem wichtig. Hierfür bieten sich diverse Kund:innenbindungsstrategien an, jedoch ist wohl die Incentives-Strategie eine der vielversprechendsten: in der sogenannten „Incentivize“-Strategie erhalten nur ausgewählte Kund:innen das Kaufrecht für bestimmte Produkte.

Ein Beispiel wäre die Birkin-Bag von Hermes, bei der nur Kund:innen die genug Umsatz generieren das Kaufrecht erhalten. Auch Nike verfolgt eine ähnliche Strategie: die Teilnahme an den sogenannten „Nike-Raffles“ per Losverfahren bestimmt ausgewählte Kund:innen, die das Vorkaufrecht auf exklusive Schuhe erhalten. Mit den Incentive-Strategien können Konsument:innen nachhaltig zum Kauf motiviert werden.


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VISA – der Eigenname wird von vielen als Synonym für die Kreditkarte verwendet, dabei steht das Unternehmen nicht nur für Kredit- und Debitkarten, sondern für den kompletten Prozess der digitalen Zahlungstechnologie im E-Commerce. Doch wie hat es VISA geschafft, seinen Markennamen als Alleinstellungsmerkmal für Kreditkarten oder digitales Bezahlen zu etablieren?

Merle Meier-Holsten ist Head of Marketing, Strategie- und Markenbildung beim Global Player VISA in Zentraleuropa. Mit unseren Podcasthosts Saravanan Sundaram und Nadja Müller hat sie neben VISAs Markenpositionierung, über die Relevanz der Innovationsentwicklung von klein und mittelständischen Unternehmen gesprochen.

Wie wichtig insbesondere die Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit von KMUs ist und wie sie von VISAs digitalem Know-how profitieren können, das alles erzählt Merle in der neuen Folge von „Thanks for Shopping!“.

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