Von der Besteuerung von Kryptowährung, NFTs, dem Wandel in der Finanzverwaltung bis hin zum Datenschutz im E-Commerce – wir blicken zurück auf zwei spannende Tage mit wertvollen Beiträgen und tollen Gästen zu topaktuellen Themen beim Felix1-roundtable Ende August in Warnemünde.

In den vergangenen Jahren hat kaum ein Bereich solch ein rasantes Wachstum hingelegt wie die Kryptowährung und die Blockchain-Technologie. Den spannenden Einstieg zur Thematik machte Rechtsanwalt Dr. Benedikt Krüger mit der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 14. Februar 2023 zur steuerlichen Einordnung von Kryptowährungen. Gemeinsam mit Rechtsanwalt und Steuerberater Dietrich Loll, Leiter der ETL SteuerRecht Berlin, hatte er das Verfahren begleitet und gab den Kanzleileiter:innen einen Überblick zur Entscheidungsbegründung des BFH.

Auch NFTs – kurz für Non-fungible Token – gewinnen immer mehr an Bedeutung. Kein Wunder – als digitale Form eines Vermögenswertes bieten sie Transparenz über Herkunft, Qualität und Sicherheit und liefern zudem überprüfbare Beweise, wie Krypto-Expertin und Steuerberaterin Evelyn Klieber erklärte. Doch wie werden geschenkte Token versteuert und Krypto-Transkationen eigentlich richtig steuerlich aufbereitet? Diesen und weiteren Fragen widmeten sich Klieber und Werner Hoffmann, Gründer und Geschäftsführer von Pekuna, in ihren Vorträgen. Sein Unternehmen verschafft Klarheit bei der Besteuerung von Kryptowährungen, wie etwa die Analyse von Blockchain-Transaktionsdaten.

Von der neuen Digitalisierungswelle in der Finanzverwaltung bis zu den Highlights der BP-Reform rundete schließlich Diplom-Finanzwirt und Steuerberater Daniel Denker den ersten Tag ab.

Wachstum durch Zukäufe – neue Rollup-Modelle im E-Commerce

Fachlichen Input aus der Welt des E-Commerce gab es zu Beginn des zweiten Tages von fynax-Leiter Saravanan Sundaram. Er gab den Kanzleileiter eine Übersicht zur Umsatzprognose sowie zu den kommenden Trends im Online-Handel.

Wie die Zukunft für E-Commerce-Aggregatoren aussieht und wie sich der Markt 2024 weiterentwickeln wird, erklärte Benno Sader, Business-Development-Manager bei unybrands. Unybrands ist eine E-Commerce-Plattform, die darauf abzielt, erfolgreiche Fulfillment by Amazon- und Direct-to-Consumer-Verkäufer zu akquirieren, die den Wunsch haben zu expandieren.

Auch in diesem Jahr ging es um den Erfahrungsaustausch und erfolgreiche Kanzleiführung. Angeknüpft an den fynax-Community-Gedanken nutzte der diesjährige Felix1-Roundtable das Wissen der ETL-Gruppe: ETL-Anwälte Dr. Diana Taubert, Dr. Uwe P. Schlegel und Rainer Robbel gaben wertvolle Insights zu Themen wie Datenschutz oder Marken- und Arbeitsrecht und boten den Kanzleileiter so neue und adaptive Perspektiven.

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© gorodenkoff via iStock

Das Spiel deiner Lieblingsmannschaft vom Spielfeldrand mitverfolgen, Shoppingtrips ins weihnachtliche New York oder nach Mailand, Live-Konzerte im Londoner Hyde Park oder eine Besichtigung der Cheops-Pyramide in Ägypten – für das alles könnte es schon bald nicht mehr notwendig sein, in das Flugzeug zu steigen und zu verreisen, denn mit dem Konzept des neuen Metaverses entstehen völlig neue Formen der virtuellen 3D-Interaktion. Das Zukunftspotential des Metaverses wird nach und nach auch von den Big Playern der Branche erkannt – so sticht Facebook (inzwischen Meta) mit einer Investition von zehn Milliarden Dollar heraus, während Bloomberg das potentielle Marktvolumen des Metaverse auf 800 Milliarden Dollar für 2024 prognostiziert. Was das Metaverse auch für den E-Commerce so spannend macht, wie das virtuelle Einkaufserlebnis im Online-Handel nachhaltig beeinflusst wird und auf was du deswegen besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Metaverse – mehr als nur ein Trend?

First things first: Das Metaverse dient als Zugang zu einer virtuellen Onlinewelt, in der von Nutzer:innen angelegte virtuelle Avatare als Protagonisten agieren. Was sich erst mal wie ein Videospiel anhört, dürfte sich schon bald als fester Bestandteil der E-Commerce-Branche etablieren, denn das Ziel von Big Playern wie Meta, Amazon oder Microsoft ist es unter anderem auch eine digitale Parallelwelt zu erschaffen, in der Avatare und Nutzer:innen neu entstehende Marketplaces dreidimensional nutzen können.

Die Umbenennung von Facebook in Meta, die darauffolgende Investition in Höhe von 10 Milliarden Dollar sowie das auf 800 Milliarden Dollar prognostizierte Marktvolumen und die Integration der Gaming-Plattform „Roblox“ in das Metaverse sind bereits deutliche Anzeichen für Anleger:innen und auch Online-Händler:innen den Trend ernst zu nehmen und das Zukunftspotential für den Online-Handel nicht zu unterschätzen.

Anwendungsbasierte Technologie – das A und O

Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Metaverses, schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten und die bereits geplante Einführung von immersiven Technologien wie Augmented- (AR) und Virtual Reality (VR) werden dazu beitragen, das Online-Einkaufserlebnis von Konsument:innen nachhaltig zu verändern.

Erste Beispiele dieser Technologien sind bereits erfolgreich bei Amazon und beispielsweise großen Brillenhersteller:innen getestet worden: Mithilfe der Augmented Reality Tools ist es Käufer:innen möglich, eine Brille virtuell anzuprobieren oder mit dem Room Decorator von Amazon virtuelle 3D-Möbelstücke auf dem Smartphone in die eigene Wohnung hineinzuprojizieren.

In der Gaming-Welt ist der Erfolg des Konzepts ebenfalls zu beobachten, denn auch hier sind Konsument:innen dazu bereit reales Geld für virtuelle Besitztümer wie Tokens, Statussymbole, Grundstücke oder Kleidungsstücke auszugeben, um ihren Avatar entsprechend anzupassen. Doch was genau bedeutet diese Entwicklung für den Online-Handel? Und wie können Online-Händler:innen im Metaverse mit ihrem Shop und ihren Produkten erfolgreich partizipieren?

Möglichkeiten für Unternehmen im Metaverse

Die Möglichkeiten der Partizipation für dein Online-Business sind vielfältig. Wie bereits angesprochen besteht beispielsweise die Möglichkeit digitale Kleidung oder Accessoires für die Metaverse-Avatare anzubieten. Das schließt aber gleichzeitig nicht den Verkauf von real-physischen Produkten aus, denn das Metaverse kann eben auch als virtueller 3D-Showroom für deine Kleidungsprodukte dienen, um deinen Kund:innen ein besseres Online-Einkaufserlebnis zu bieten.

Auch hybride Angebote, das heißt virtuelle und reale Produkte können auf deiner Plattform angeboten werden. Der Edelsteinanbieter Juwelo zum Beispiel verkauft physische Schmuckstücke zusammen mit einem Non-Fungible Token (NFT), also mit einer digitalen Besitzurkunde des Produkts, die anschließend digital in die Wallet der Kund:innen geladen wird.

Generell ist der Verkauf von NFTs im Bereich Digital Art vielversprechend, aber auch der Verkauf von digitalen Grundstücken oder die möglich gemachte Werbeschaltung lediglich durch die Präsenz deiner Marke oder deiner Produkte in virtuellen Marketplaces des Metaverse können die Reichweite und die Profitabilität deines Online-Shops verbessern.

Im Metaverse entstehen neue Marktplätze und damit auch neue Chancen für neue Player in der Online-Branche. Besonders die erfolgreiche Integration von NFTs, die beispielsweise als virtuelle Währungseinheiten, als Zugangspässe zu exklusiven Online-Events oder als Kaufvoraussetzung für ausgewählte exklusive Produkte (virtuell oder real) genutzt werden können, wird für den Erfolg deines Onlineshops ausschlaggebend sein. Ein weiterer Knackpunkt für einen erfolgreichen Metaverse-Auftritt dürfte auch die digitale Interaktion mit den Nutzer:innen sein, denn die Erreichbarkeit und die Qualität deines Kundenservices auf der Plattform entscheidet letztendlich über die Kund:innenzufriedenheit.

Die Vorteile für E-Commerce Unternehmen

Die wichtigsten Vorteile, die ein Einstieg im Metaverse mit sich bringen haben wir dir hier aufgelistet:

  1. Entertainment
    • Der Entertainment-Faktor deines Online-Shops und dessen Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft deiner Kund:innen sollten nicht unterschätzt werden. Virtuelle Erlebnisse im Zusammenspiel mit dem Gamification-Ansatz haben positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsument:innen. Der Schuhgigant Nike zum Beispiel hat mit NIKELAND einen 3D-Bereich auf der Spieleplattform Roblox im Metaverse gestartet und ermöglicht den Avataren spielerisch Punkte zu sammeln und diese gegen digitale Kleidung einzutauschen.
  2. Erstanbietervorteil
    • Durch einen frühen Einstieg ist eine Vorreiterrolle für dein Unternehmen möglich. Marketingaktionen und Werbeschaltungen auf einer alternativen Plattform mit Zukunftspotential wie Metaverse erweitern die Reichweite deiner Produkte.
  3. Verbesserte Kundenbetreuung
    • Die Interaktion im virtuellen Raum beeinflusst die Wahrnehmung der Konsument:innen von Marken und Produkten. Außerdem kann eine aktive Kundenbetreuung im virtuellen Raum die Produkt- und Serviceerfahrung verbessern und damit auch einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kund:innen haben.
  4. Marktforschung
    • Das Metaverse ist datengesteuert. Eine sinnvolle Datenspeicherung und Auswertung kann wertvolle Hinweise zu Konsument:innenverhalten liefern und somit dem Unternehmenswachstum helfen.
  5. Personalisierung
    • Personalisierte (Marketing-) Kampagnen auf Grundlage der Datenauswertung steigern die Produktattraktivität und erhöhen die Chancen auf ein positives Kauferlebnis.
  6. Unbegrenztes Potential
    • Das Potential für den E-Commerce ist unbegrenzt. Je nach Entwicklung kann die Plattform neue Absatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle für Online-Händler:innen bieten.

Natürlich ist das Metaverse noch immer bestenfalls ein Beta-Projekt und noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Anwendungsorientierte Technologien wie AR und VR müssen qualitativ hochwertig bereitgestellt, umgesetzt und den Massen zugänglich gemacht werden, um zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz deuten inzwischen mehrere Faktoren in der Branche auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Hohe Investitionen der Big Player, aber auch unabhängig davon einige neue Virtual Reality Projekte, wie beispielsweise der 3D-basierte virtuelle Rundgang in der Cheops-Pyramide mithilfe von AR-Technologie verdeutlichen diesen Trend.

Für Online-Händler:innen ist insbesondere eine frühzeitige Investition in die ohnehin schon wichtige Infrastruktur der Cybersicherheit von Bedeutung. Denn auch im Metaverse gelten Fälschungen, gehackte Avatare und Cyberangriffe als größte Risikofaktoren für deinen Online-Shop.


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