Das Programm ChatGPT von OpenAI hat richtungsweisende Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz gemacht. Mit dem Launch des Programms im November 2022 ist ein benutzer:innenfreundliches KI-Tool auf den Markt gebracht worden, das kostenfrei und einfach genutzt werden kann. Somit ist ChatGPT, die am schnellsten wachsende Verbraucher:innen-Applikation in der Geschichte und erreichte alleine 2023 rund 100 Millionen aktive Nutzer:innen. Es folgten mehrere Kooperationen mit anderen Unternehmen und milliardenschwere Investments von Microsoft zum weiteren Ausbau des KI-Tools. Was allerdings bei den aktuellen Entwicklungen untergegangen sein könnte: ChatGPT bietet nun auch einen eigenen GPT-Store mit exklusiven Services und Extras für Plus-, Team- und Enterprise-Abonnent:innen an. Steigt ChatGPT jetzt damit in den Online-Handel ein? Wir haben uns das genauer angeschaut.

Store oder Spielwiese?

Das Unternehmen ermöglichte vor kurzer Zeit seinen Nutzer:innen eigene spezifizierte Anwendungen (GPTs genannt) in einer eigens dafür angelegten Storefront bereitzustellen. Die entstandenen Anwendungen basieren auf der ChatGPT-Technologie und reichen von privaten KI-Assistenten für Kochrezepte bis hin zu Tech-Support-Konfigurationen. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Nutzung dieser GPTs nicht – der Zugriff ist aber nur für Abonnent:innen der ChatGPT Plus, Enterprise oder Team Abo-Modelle möglich.

Laut ChatGPT ist der GPT-Store dafür da, diese entstehenden KI-Applikationen zu sammeln und den Nutzer:innen bereitzustellen. Der Begriff „Store“ ist allerdings etwas irreführend, da die Applikationen dort nicht für externe Nutzer:innen zum Kauf zur Verfügung stehen, sondern nur von Abonnent:innen frei genutzt werden können. Dennoch will das Unternehmen es seinen Creators auf lange Sicht ermöglichen, Geld mit den erfolgreichsten Anwendungen zu verdienen. Eine erste Idee hierzu wäre, auf Grundlage des Nutzungsverhaltens der beliebtesten Anwendungen Geld an die jeweiligen Ersteller:innen auszuzahlen. Diese Gewinnoption soll zwar noch im ersten Quartal 2024 greifen, jedoch zunächst nur für Nutzer:innen in den Vereinigten Staaten mit sogenannten „Builder Profiles“ möglich gemacht werden. Ein entsprechendes Modell in Europa ist offiziell noch nicht in Planung.

Bestandsaufnahme & Prognose

Es ist kein Geheimnis, dass Künstliche Intelligenz und KI-Tools im Allgemeinen immer stärker in den Fokus rücken – so auch im Online-Handel. Laut des State of Commerce Reports von Salesforce kam man in diesem Zusammenhang auf das Ergebnis, dass bereits 77 Prozent der E-Commerce-Unternehmen weltweit KI-Programme nutzen. Damit ist eine flächendeckende Einführung von KI-Tools im Online-Handel eigentlich nur noch eine Frage der Zeit.  

Mittlerweile tummeln sich im GPT-Store bereits über drei Millionen individuelle GPTs. Der Store soll vorerst als zentrale Sammellaufstelle für alle erstellten Tools funktionieren – ähnlich wie in einem App-Store. Doch spätestens mit der geplanten Monetarisierung der erstellten Applikationen wird auch ChatGPT zu einer bedeutenden Größe in der E-Commerce-Branche werden.

DIESEN ARTIKEL TEILEN

Unsere letzten Beiträge


fynax. Flow digital.

LinkedIn Profil
Vernetze dich auf LinkedIn mit fynax
FOLLOW @FYNAX
Facebook Feed
Vernetze dich auf Facebook mit fynax
FOLLOW @FYNAX

FYNAX NEWSLETTER

So geht E-Commerce.

Der fynax Newsletter

Mit der Registrierung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.