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Das Spiel deiner Lieblingsmannschaft vom Spielfeldrand mitverfolgen, Shoppingtrips ins weihnachtliche New York oder nach Mailand, Live-Konzerte im Londoner Hyde Park oder eine Besichtigung der Cheops-Pyramide in Ägypten – für das alles könnte es schon bald nicht mehr notwendig sein, in das Flugzeug zu steigen und zu verreisen, denn mit dem Konzept des neuen Metaverses entstehen völlig neue Formen der virtuellen 3D-Interaktion. Das Zukunftspotential des Metaverses wird nach und nach auch von den Big Playern der Branche erkannt – so sticht Facebook (inzwischen Meta) mit einer Investition von zehn Milliarden Dollar heraus, während Bloomberg das potentielle Marktvolumen des Metaverse auf 800 Milliarden Dollar für 2024 prognostiziert. Was das Metaverse auch für den E-Commerce so spannend macht, wie das virtuelle Einkaufserlebnis im Online-Handel nachhaltig beeinflusst wird und auf was du deswegen besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Metaverse – mehr als nur ein Trend?

First things first: Das Metaverse dient als Zugang zu einer virtuellen Onlinewelt, in der von Nutzer:innen angelegte virtuelle Avatare als Protagonisten agieren. Was sich erst mal wie ein Videospiel anhört, dürfte sich schon bald als fester Bestandteil der E-Commerce-Branche etablieren, denn das Ziel von Big Playern wie Meta, Amazon oder Microsoft ist es unter anderem auch eine digitale Parallelwelt zu erschaffen, in der Avatare und Nutzer:innen neu entstehende Marketplaces dreidimensional nutzen können.

Die Umbenennung von Facebook in Meta, die darauffolgende Investition in Höhe von 10 Milliarden Dollar sowie das auf 800 Milliarden Dollar prognostizierte Marktvolumen und die Integration der Gaming-Plattform „Roblox“ in das Metaverse sind bereits deutliche Anzeichen für Anleger:innen und auch Online-Händler:innen den Trend ernst zu nehmen und das Zukunftspotential für den Online-Handel nicht zu unterschätzen.

Anwendungsbasierte Technologie – das A und O

Die schnelle Anpassungsfähigkeit des Metaverses, schier unendliche Gestaltungsmöglichkeiten und die bereits geplante Einführung von immersiven Technologien wie Augmented- (AR) und Virtual Reality (VR) werden dazu beitragen, das Online-Einkaufserlebnis von Konsument:innen nachhaltig zu verändern.

Erste Beispiele dieser Technologien sind bereits erfolgreich bei Amazon und beispielsweise großen Brillenhersteller:innen getestet worden: Mithilfe der Augmented Reality Tools ist es Käufer:innen möglich, eine Brille virtuell anzuprobieren oder mit dem Room Decorator von Amazon virtuelle 3D-Möbelstücke auf dem Smartphone in die eigene Wohnung hineinzuprojizieren.

In der Gaming-Welt ist der Erfolg des Konzepts ebenfalls zu beobachten, denn auch hier sind Konsument:innen dazu bereit reales Geld für virtuelle Besitztümer wie Tokens, Statussymbole, Grundstücke oder Kleidungsstücke auszugeben, um ihren Avatar entsprechend anzupassen. Doch was genau bedeutet diese Entwicklung für den Online-Handel? Und wie können Online-Händler:innen im Metaverse mit ihrem Shop und ihren Produkten erfolgreich partizipieren?

Möglichkeiten für Unternehmen im Metaverse

Die Möglichkeiten der Partizipation für dein Online-Business sind vielfältig. Wie bereits angesprochen besteht beispielsweise die Möglichkeit digitale Kleidung oder Accessoires für die Metaverse-Avatare anzubieten. Das schließt aber gleichzeitig nicht den Verkauf von real-physischen Produkten aus, denn das Metaverse kann eben auch als virtueller 3D-Showroom für deine Kleidungsprodukte dienen, um deinen Kund:innen ein besseres Online-Einkaufserlebnis zu bieten.

Auch hybride Angebote, das heißt virtuelle und reale Produkte können auf deiner Plattform angeboten werden. Der Edelsteinanbieter Juwelo zum Beispiel verkauft physische Schmuckstücke zusammen mit einem Non-Fungible Token (NFT), also mit einer digitalen Besitzurkunde des Produkts, die anschließend digital in die Wallet der Kund:innen geladen wird.

Generell ist der Verkauf von NFTs im Bereich Digital Art vielversprechend, aber auch der Verkauf von digitalen Grundstücken oder die möglich gemachte Werbeschaltung lediglich durch die Präsenz deiner Marke oder deiner Produkte in virtuellen Marketplaces des Metaverse können die Reichweite und die Profitabilität deines Online-Shops verbessern.

Im Metaverse entstehen neue Marktplätze und damit auch neue Chancen für neue Player in der Online-Branche. Besonders die erfolgreiche Integration von NFTs, die beispielsweise als virtuelle Währungseinheiten, als Zugangspässe zu exklusiven Online-Events oder als Kaufvoraussetzung für ausgewählte exklusive Produkte (virtuell oder real) genutzt werden können, wird für den Erfolg deines Onlineshops ausschlaggebend sein. Ein weiterer Knackpunkt für einen erfolgreichen Metaverse-Auftritt dürfte auch die digitale Interaktion mit den Nutzer:innen sein, denn die Erreichbarkeit und die Qualität deines Kundenservices auf der Plattform entscheidet letztendlich über die Kund:innenzufriedenheit.

Die Vorteile für E-Commerce Unternehmen

Die wichtigsten Vorteile, die ein Einstieg im Metaverse mit sich bringen haben wir dir hier aufgelistet:

  1. Entertainment
    • Der Entertainment-Faktor deines Online-Shops und dessen Auswirkungen auf die Kaufbereitschaft deiner Kund:innen sollten nicht unterschätzt werden. Virtuelle Erlebnisse im Zusammenspiel mit dem Gamification-Ansatz haben positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsument:innen. Der Schuhgigant Nike zum Beispiel hat mit NIKELAND einen 3D-Bereich auf der Spieleplattform Roblox im Metaverse gestartet und ermöglicht den Avataren spielerisch Punkte zu sammeln und diese gegen digitale Kleidung einzutauschen.
  2. Erstanbietervorteil
    • Durch einen frühen Einstieg ist eine Vorreiterrolle für dein Unternehmen möglich. Marketingaktionen und Werbeschaltungen auf einer alternativen Plattform mit Zukunftspotential wie Metaverse erweitern die Reichweite deiner Produkte.
  3. Verbesserte Kundenbetreuung
    • Die Interaktion im virtuellen Raum beeinflusst die Wahrnehmung der Konsument:innen von Marken und Produkten. Außerdem kann eine aktive Kundenbetreuung im virtuellen Raum die Produkt- und Serviceerfahrung verbessern und damit auch einen starken Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kund:innen haben.
  4. Marktforschung
    • Das Metaverse ist datengesteuert. Eine sinnvolle Datenspeicherung und Auswertung kann wertvolle Hinweise zu Konsument:innenverhalten liefern und somit dem Unternehmenswachstum helfen.
  5. Personalisierung
    • Personalisierte (Marketing-) Kampagnen auf Grundlage der Datenauswertung steigern die Produktattraktivität und erhöhen die Chancen auf ein positives Kauferlebnis.
  6. Unbegrenztes Potential
    • Das Potential für den E-Commerce ist unbegrenzt. Je nach Entwicklung kann die Plattform neue Absatzmöglichkeiten und Geschäftsmodelle für Online-Händler:innen bieten.

Natürlich ist das Metaverse noch immer bestenfalls ein Beta-Projekt und noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Anwendungsorientierte Technologien wie AR und VR müssen qualitativ hochwertig bereitgestellt, umgesetzt und den Massen zugänglich gemacht werden, um zu überzeugen.

Nichtsdestotrotz deuten inzwischen mehrere Faktoren in der Branche auf einen anhaltenden Aufwärtstrend. Hohe Investitionen der Big Player, aber auch unabhängig davon einige neue Virtual Reality Projekte, wie beispielsweise der 3D-basierte virtuelle Rundgang in der Cheops-Pyramide mithilfe von AR-Technologie verdeutlichen diesen Trend.

Für Online-Händler:innen ist insbesondere eine frühzeitige Investition in die ohnehin schon wichtige Infrastruktur der Cybersicherheit von Bedeutung. Denn auch im Metaverse gelten Fälschungen, gehackte Avatare und Cyberangriffe als größte Risikofaktoren für deinen Online-Shop.


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Der Umsatzeinbruch der E-Commerce Branche 2022 hat Spuren hinterlassen: Kostensteigerungen, die Inflation, sinkende Konsum- und Kaufbereitschaft der Konsument:innen, sowie die Energiekrise und Lieferkettenprobleme. Das sind nur einige wenige Beispiele der Herausforderungen, die auf Online-Händler:innen 2023 zukommen. Und dennoch gibt es ein Lichtblick am Ende des Tunnels: nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft wird für 2023 eine positive Entwicklung des Online-Handels prognostiziert. Wie du am besten auf die anstehenden Herausforderungen reagierst und auf was du besonders achten musst, erfährst du hier im fynax-Blog.

Rebound 2023?

Die knapp zwei Jahre anhaltende Sonderkonjunktur des E-Commerce hat durch die Inflation und Energiekrise im Zuge des Ukraine-Krieges ein jähes Ende gefunden. Trotzdem gehen Expert:innen des Bundesverbands für E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) davon aus, dass die Branche sich nach dem Umsatzeinbruch 2022 wieder auf einen Rebound im neuen Jahr freuen darf. Der signifikante Vorteil des E-Commerce im Vergleich zum stationären Handel liegt vor allem bei der Einsparung der Personalkosten. Online-Händler:innen haben vergleichsweise weniger Personalausgaben, sind daher nicht an die inflationäre Gehaltsspirale gebunden und können entsprechend günstigere Angebote in ihren Online-Shops ermöglichen. Auch deshalb gehen Expert:innen mit einer Wachstumsrate der E-Commerce-Branche von bis zu fünf Prozent im neuen Jahr aus.

Herausforderungen für den Online-Handel

Trotz der positiven Prognose müssen sich Online-Händler:innen allerdings auch auf Herausforderungen in der Branche gefasst machen. Der Zustandsanalyse des ECC Köln und des Zahlungsdienstleisters Mollie zufolge entstehen die größten Herausforderungen für den E-Commerce aufgrund von allgemeinen Kostensteigerungen, erschwerten Wettbewerbsbedingungen und aufgrund des nachlassenden Konsums. Im Zuge des Ukraine-Kriegs sind vor allem auch im Online-Handel die wirtschaftlichen Nachwirkungen durch die andauernde Energie-, Inflations- und Lieferkettenkrise zu spüren.

Nichtsdestotrotz sind aber auch branchenspezifische Gründe für viele Probleme des Online-Handels ausschlaggebend. Dazu gehören unter anderem der Mangel an geeigneten Fachkräften und damit verbunden fehlendes Know-How, sowie eine schlechte Beratungs- und Betreuungsqualität.

Online-Händler:innen reagieren auf die Herausforderungen mit digitalen Maßnahmen, wie zum Beispiel mit dem Ausbau ihres Online-Marketings und der Weiterentwicklung ihrer Webshops. Außerdem sind Verbesserungen der Webservices durch Angebote von flexiblen Bezahlungsmethoden wie „Buy Now, Pay Later“, Betrugsminimierung durch Investitionen in die Cybersecurity und deren schnelle Integration in das Shopsystem erfolgversprechende Lösungsstrategien der Betreiber:innen.

Ein Umdenken in der Branche

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgen für ein Umdenken in der Kund:innenbindungsstrategie. Big Player, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen im E-Commerce legen den Fokus ihrer Marketingstrategie inzwischen primär auf Kund:innenbindung und nicht wie vorher auf die Kund:innenneugewinnung. Damit reagieren sie auf das veränderte Konsumverhalten, das für den Online-Handel eine große Herausforderung darstellt. Doch wie sieht eine erfolgreiche Strategie zur Kund:innenbindung aus? Und wie können sich Online-Händler:innen frühzeitig anpassen?

Tools und Trends 2023

Wie so oft steht auch im neuen Jahr die Kund:innenzufriedenheit an oberster Stelle und neue Tools und Trends im Online-Handel sollten vor allem für die Verbesserung des Einkaufserlebnisses genutzt werden. Das meint auch Fabian Fischer, CEO der Digitalberatungsplattform Etribes, der für den Erfolg eines Online-Shops das Kund:innenerlebnis als ausschlaggebenden Faktor bezeichnet.

Eine Übersicht über die wichtigsten Tools, mit denen ihr auf die kommenden Herausforderungen reagieren und eure ganzheitliche Cumstomer Journey verbessern könnt, haben wir hier für euch zusammengestellt:

  • Virtual Reality

Das Tool „Virtual Reality“ ist durch 3D-Animationen besonders dazu geeignet, den Kund:innen ein verbessertes Online-Einkauferlebnis zu bieten. Bekannte Beispiele sind digitale Anproben von Kleidungsstücken oder die digital-räumliche 3D-Darstellung von Möbelstücken. Die Integration einer 3D-Ansicht deiner Produkte in deinem Webshop erleichtert deinen Kund:innen die Auswahl und verbessert das Online-Einkaufserlebnis nachhaltig.

  • Künstliche Intelligenz

Programme, die mit künstlicher Intelligenz arbeiten, sind in der Lage zusätzlichen Content bei angebotenen Produkten anzubieten und diese Informationen automatisch zu generieren.

  • Beratungsqualität

Besonders hervorzuheben ist die Relevanz der Beratungsqualität im Online-Shop. Nicht nur die Möglichkeit einer Beratung auf deiner Webpage, sondern auch die Möglichkeit einer schnellen und persönlich-zugänglichen Beratung sollte daher möglich sein. Das kann beispielsweise über eine (Video-) Chat-Funktion, oder aber auch über den klassischen telefonischen Kontakt erreicht werden.

  • Kund:innenbindungsangebote

Du solltest überlegen, deine Produkte community orientiert anzubieten und über spezielle Zielgruppen-Angebote deine Kund:innen an deinen Online-Shop zu binden.

Ein professionelles Datenauswertungsprogramm ist besonders für Online-Händler:innen praktisch, da das Programm dabei hilft, Marketing-Prozesse zu optimieren, die Effizienz des Unternehmens zu steigern und auf Veränderungen im Markt entsprechend reagieren zu können.

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