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Warum M-Commerce so wichtig ist

11. März 2022

M-Commerce – Die Evolution des E-Commerce

Von unterwegs den nächsten Urlaub buchen, Kinokarten kaufen oder das Abendessen bestellen – Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch der Handel hat sich im Zuge dessen in den letzten Jahrzehnten spürbar verändert. Als Händler:in weißt Du selbst am besten: Mittlerweile kann es sich fast niemand mehr leisten, Produkte und Dienstleistungen nicht online anzubieten. Die Verbreitung und Nutzung von Mobilgeräten steigt kontinuierlich, sodass sie mittlerweile gegenüber der Verwendung von stationären Computern dominiert. Auf diese Weise entstand in den letzten Jahren die nächste Generation des Onlinehandels: der Mobile Commerce, oder kurz M-Commerce.

Was ist Mobile Commerce?

Das Internet etablierte sich insbesondere in den 1990er Jahren in immer mehr Privathaushalten. Dabei stieg auch die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, die online gekauft werden können. Es entstand der E-Commerce, der mittlerweile längst die größten Umsätze im Einzelhandel erzielt.

In den letzten Jahren zeichnete sich ein neuer Trend ab, der wiederum veränderte Ansprüche an Onlinehändler:innen stellt. Denn während in den Anfangsjahren des Internets der Zugriff auf die Weiten der Onlinewelten nur über Heimcomputer mit großen Monitoren möglich war, nutzen Menschen aller Altersgruppen nun vorzugsweise Mobilgeräte für Nachrichten, Messenger und Shoppingtouren. Smartphone und Co werden immer vielseitiger und leistungsfähiger. Und die Vorteile der Alleskönner liegen buchstäblich auf – oder besser: in – der Hand. Mit Mobile Devices ist es möglich, von jedem Ort komfortabel und ohne Verzögerung auf Onlineangebote zuzugreifen.

Wollte man für den M-Commerce eine Definition formulieren, könnte man recht knapp feststellen:

Mobile Commerce bezeichnet den elektronischen Handel mithilfe von mobilen und internetfähigen Geräten. Als eine Ausprägung des Electronic Commerce nutzt er von der Geschäftsanbahnung bis hin zur Leistungserbringung drahtlose Kommunikationstechnologien.

Für Onlinehändler:innen geht das natürlich mit speziellen Herausforderungen in puncto UX, Marketing und Lead-Generierung einher:

Mobilgeräte stellen ihre eigenen Ansprüche an die Inhalte, die auf ihnen dargestellt werden sollen. Die kleinen Displays und die Touch-Steuerung fordern dedizierte Bedienoberflächen. Zudem verschränken sich innerhalb der kompakten Rahmen von Mobile Devices zunehmend Lebensbereiche ineinander, die zuvor eher getrennt voneinander waren – so etwa Commerce, Social Media, Information, Organisation und Entertainment. Diesen vielverflochtenen Gegebenheiten musst Du als Händler:in natürlich Rechnung tragen, wenn Du von Deiner Zielgruppe wahrgenommen werden möchtest.

Warum ist der M-Commerce so wichtig für den E-Commerce?

Besonders im privaten Bereich sind Mobilgeräte praktisch unverzichtbar geworden. Während die meisten nur noch aus beruflichen Gründen mit dem Computer auf das Internet zugreifen, nutzen vor allem jüngere Generationen in der Freizeit Smartphones und Tablets fürs Shoppen, Chatten und Surfen. Sie sind fast permanent in den sozialen Medien präsent und stehen konstant in Kontakt mit Freund:innen.

Dadurch hat sich auch das allgemeine Verbraucher:innenverhalten stark verändert. Und nicht zuletzt die plötzlichen sozialen Veränderungen, welche die Corona-Pandemie ab 2020 mit sich brachte, verliehen dem Onlinehandel auf Mobilgeräten einen weiteren Schub.

Mittlerweile werden fast drei Viertel aller Onlinekäufe über Mobilgeräte abgewickelt.

Dies ist ein Trend, den Du als Onlinehändler:in nicht ignorieren kannst. Auch in den nächsten Jahren ist mit steigenden Absätzen im M-Commerce zu rechnen. Zudem bietet der M-Commerce neue Möglichkeiten für den Onlinehandel:

  • Mobile Anwendungen eröffnen direkte Vertriebswege zu verschiedenen Zielgruppen. Besonders junge Generationen sind sehr präzise adressierbar.
  • Dank Mobile Devices und Notification-Funktionen kannst Du auf Anfragen und Rückmeldungen schnell reagieren. So bleibst Du konstant im Kontakt mit Deiner Zielgruppe und baust nachhaltig Trust auf.
  • Bist Du gar mit einer eigenen Mobile App auf mobilen Endgeräten präsent, kannst Du zu einer Konstante im Alltag Deiner Kund:innen werden. Das bietet Dir einen unschätzbaren Vorteil im Wettbewerb.

Was ist der Unterschied zwischen E-Commerce und M-Commerce?

Im Prinzip handelt es sich beim M-Commerce um eine Unterkategorie des E-Commerce. Während der E-Commerce allgemeiner den Handel von Waren und Dienstleistungen über das Internet bezeichnet, bezieht sich der M-Commerce ausschließlich auf den Handel, der über Mobilgeräte abgewickelt wird.

Für Dich als Onlinehändler:in ist es wichtig, dass nachhaltig erfolgreicher Mobile Commerce höhere Ansprüche stellt, aber auch einzigartige neue Möglichkeiten bietet.

Was sind die Voraussetzungen für erfolgreichen M-Commerce?

Während für den klassischen E-Commerce über PCs in den meisten Fällen „nur“ eine Website mit recht einheitlichem User-Interface zu entwerfen ist, stellt der M-Commerce speziellere Anforderungen, um geräteübergreifend eine runde User-Experience zu gewährleisten.

Dies hängt in erster Linie mit den Eigenschaften der Mobilgeräte zusammen: Die Auswahl an Smartphones und Tablets ist riesig. Web-Entwickler:innen müssen bei der Konzeption von M-Commerce-Angeboten also eine angenehme Präsentation und Nutzer:innenführung auf vielen verschiedenen Bildschirmgrößen sicherstellen. Die Bedienung muss auf Geräten unterschiedlichster Größen und Bildschirmauflösungen intuitiv, komfortabel und zugänglich sein.

Von entscheidender Bedeutung für Deine Website ist ein responsives Design. Es gewährleistet, dass sich Deine Website den technischen Voraussetzungen verschiedener Endgeräte anpasst.

Um einen erfolgreichen M-Commerce zu betreiben, musst Du außerdem einige weitere grundlegende Aspekte beachten.

  • Bestellvorgänge solltest Du vereinfachen. Umfangreiche, verschachtelte Bestellformulare wären auf Mobile Devices viel zu unübersichtlich. Stattdessen kannst Du einen schlanken, mehrstufigen Bestellvorgang mit Fortschrittsanzeige einrichten, sodass Deine Kund:innen stets den Überblick bewahren und zugleich im nahtlosen Flow ihrer Customer Journey bleiben.
  • Biete verschiedene moderne Bezahlsysteme an. Zahlungsdienstleister wie etwa PayPal, Klarna Sofort und Apple Pay sind weitverbreitet und beliebt, weshalb Du sie in Dein Angebot integrieren solltest. Zugleich erlauben sie One-Click-Bestellungen, die Onlinekäufe beschleunigen und besonders komfortabel machen.

Es ist erwiesen, dass Kaufinteressent:innen Bestellvorgänge abbrechen, wenn sie ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht vorfinden.

  • Mobile Nutzer:innen müssen Dein Angebot von ihrem Endgerät aus finden können. Schalte in Suchmaschinen, allen voran Google, daher auf Mobile Devices zugeschnittene Anzeigen.
  • In einer sich ständig verändernden Onlineumgebung ist es besonders wichtig, einen direkten Kontakt mit Deinen unterschiedlichen Zielgruppen aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Eine eigene Mobile App zu entwickeln, bedeutet zunächst eine große Investition, kann sich je nach Geschäftsmodell und Zielgruppe jedoch auszahlen, weil Nutzer:innen keine „Umwege“ über das World Wide Web nehmen müssen, sondern per Klick direkt in Dein Angebot eintauchen.

Fazit

Der M-Commerce wird den Onlinehandel weiterhin dominieren, und zwar nicht nur im B2C-, sondern auch im B2B-Bereich. Dich auf dem Markt mit einem ansprechenden Mobile-Commerce-Angebot zu platzieren, ist also keineswegs ein optionales Plus fürs Geschäft, sondern eine Grundvoraussetzung für Deinen Erfolg.

Versetze Dich darum immer wieder in Deine Zielgruppe und überlege, wie Du ihr den Zugriff auf Dein Angebot von Mobile Devices aus so nutzenbringend und motivierend wie möglich gestalten kannst. Analysiere außerdem, wie sich Deine Konkurrenz im M-Commerce aufstellt und über welche mobilen Kanäle Leads generiert werden. Schaffst Du auf diese Weise die Grundlagen für Deinen M-Commerce und verbindest sie mit Deinem Unique Selling Point, bist Du bestens aufgestellt, nachhaltig auf dem mobilen Markt zu bestehen.

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