Chinesische Shopping-Plattformen haben den deutschen Markt erobert. Sie heißen Wish, Temu, Shein und Co. und bieten eine riesige Auswahl an Billigprodukten. Der kometenhafte Aufstieg der chinesischen Unternehmen wird jedoch von großer Kritik begleitet: So beanstandet die Bundesregierung, wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, die mangelnde Verzollung, Produktsicherheitsbedenken, sowie Umweltrisiken der Billiganbieter und verweist dabei auf das Risikopotential für die deutsche Wirtschaft und Logistik. Das Wirtschaftsministerium plant nun eine verschärfte Marktüberwachung durchzusetzen und drängt auf eine Reform der Zollverfahren. Ob diese Überlegungen Besserungen mit sich bringen, wollten wir von Zollexperte Markus Bitzer wissen.

Neue Kontrollmechanismen für Shein und Temu?

Die Bekanntheit der beiden Online-Plattformen für Fast-Fashion macht auch vor der Politik keinen Halt. Aufgrund mangelnder Verzollung, Umwelt- und Sicherheitsrisiken sowie Produktqualitätsbedenken besteht bei der Bundesregierung Konsens über strengere Kontrollen der beiden chinesischen Unternehmen. Die Bundesregierung reagiert damit insbesondere auf Forderungen von verschiedenen Abgeordneten, wie unter anderem von Michael Meister (CDU) und Wirtschaftssekretär Udo Phillip, strengere und umfangreichere Kontrollen durchzuführen.

Meister fordert eine klare Positionierung der Bundesregierung gegen die aggressive Marktstrategie der chinesischen Ableger sowie flächendeckende Kontrollen der importierten Ware. Außerdem soll eine Reform des Zollverfahrens dabei helfen, die Marktüberwachung zu stärken. Udo Phillip bemängelt indes die Sicherheits- und Qualitätsstandards der beiden Billiganbieter. Dies wird beispielsweise auch durch die Erhebung der europäischen Spielwarenindustrie gestützt, die in ihrer Kontrolle 18 von insgesamt 19 Spielzeugprodukten der chinesischen Unternehmen als erhebliches Sicherheitsrisiko eingestuft hat.

Ein Grundkonsens zur strengeren Kontrolle von Temu und Shein besteht auf politischer Ebene bereits, allerdings ist vor allem die Umsetzung aufgrund des großen Importvolumens der beiden Großanbieter sehr schwierig. Denn täglich erreichen knapp 400.000 Pakete deutsche Frachthäfen. Eine flächendeckende Kontrolle wäre hier nur durch eine massive personelle Aufstockung möglich.

„Wer sagt, dass die Abschaffung der 150-Euro-Grenze eine Steuerehrlichkeit herbeiführt?“

Die Strategie von Temu und Shein umgeht Zollvorschriften geschickt: Bisher regelt das Zollgesetz eine Zollfreigrenze von vertriebenen Waren von bis zu 150 Euro. Temu und Shein bedienen sich dieser Regelung und vertreiben deshalb gezielt ihre Waren unter dieser Freigrenze. Falls ein Bestellwert doch die Freigrenze übersteigt, werden die Warensendungen in mehrere Teillieferungen aufgeteilt, um so der Zollkontrolle zu entgehen. Brüssel plant bis 2028 zusätzliche Zollgebühren auf Warensendungen im Wert von unter 150 Euro zu erheben, wenn sie aus Nicht-EU-Ländern stammen. „Die geplante Abschaffung der 150 Euro Grenze wird in meinen Augen keine Besserung bringen“, entgegnet Zollexperte, Markus Bitzer. „Denn was bedeutet das? Es fallen Zollgebühren für Warenwerte unter 150 Euro an und die Importeure sind verpflichtet, eine Zollanmeldung abzugeben. Mehr aber auch nicht“, so Bitzer weiter. „Wer sagt, dass die Abschaffung der 150-Euro-Grenze eine Steuerehrlichkeit herbeiführt, wenn die Rechnung immer noch deutlich unter Wert ist?“

Die Einfuhr von Waren aus Drittländern in die EU ist grundsätzlich ohne Einschränkungen zulässig. Ein Einfuhrverbot für Temu & Co. könne innerhalb weniger Wochen wenigstens zu korrekten Zollverfahren führen, erklärt Bitzer. Das Problem der Unterfakturierung löse dies hingegen nicht – das der Warenqualität aber eventuell.

Weiterhin könnte man auch Anti-Dumping- und Ausgleichszölle einführen: Das bedeutet, man hebt die Einfuhrpreise durch entsprechende Aufschläge an, sorgt dabei aber gleichzeitig auch für mehr Arbeit für den Zoll, so Bitzer weiter. „Aber auf diese Weise könnte man Billiganbieter zur Einhaltung der Zollvorschriften und der Marktkorrektur zwingen – wenn die Preise denen der EU vergleichbar sind.“

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  • Markus Bitzer, ehemaliger Zollfahnder, weiß wie die Zollbehörde tickt und arbeitet. Er selbst war dort 17 Jahre tätig. Mit seiner Erfahrung und Expertise berät er jetzt unter anderem Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen und Unternehmer:innen, damit diese nicht von Zollprüfungen überrascht und Nachforderungen ausgesetzt sind.
  • Nadja Müller ist Steuerberaterin und Head of E-Commerce bei fynax. Nach verschiedenen Stationen bei großen Wirtschaftsprüfungen, hat sie sich einige Jahre intensiv mit den steuerrechtlichen Thematiken rundum Online-Handel beschäftigt. Seitdem lässt sie das Thema nicht mehr los. Neben ihrer eigenen Kanzlei und ihrer Funktion bei fynax, ist sie Co-Host beim fynax-Podcast „Thanks for Shopping“ (prod. von Podstars by OMR).

Ob die langersehnten Sneaker oder das neue Haushaltsgerät, das man aus einem Drittland bestellt hat – es gibt viele Situationen, in denen man Informationen zum Zoll benötigt, unabhängig ob Händler:in oder Verbraucher:in. Wir haben daher Zollexperten Markus Bitzer und E-Commerce-Steuerberaterin Nadja Müller zum Thema Zoll und Steuern befragt: Welche Regeln gelten denn bei der Verzollung von Internetbestellungen? Welche Steuern muss ich als Händler:in im Zielland bezahlen? Und was sind die größten Stolpersteine bei der Verzollung und wie vermeidet man sie?

Welche Regeln gelten bei der Verzollung von Internetbestellungen?

Markus Bitzer: Zu Beginn muss gleich differenziert werden: Wer genau bestellt die Ware? Handelt es sich um einen normalen Kunden, der von zu Hause etwas aus dem Ausland bestellt oder geht es um den Händler, der Waren importiert? Handelt es sich um den Händler, muss immer die festgelegte Obergrenze von 150 Euro beachtet werden. Ist der Warenwert geringer, dann fallen in der Regel auch keine Zollgebühren an und die Ware ist entsprechend nicht zollpflichtig. Wird der Warenwert hingegen überschritten, muss eine Zollanmeldung vorliegen, die entweder über das Internet oder über Speditionen und Zollagenturen erstellt werden kann.

Nadja Müller: Steuerrechtlich muss immer zwischen Export und Import unterschieden werden. Werden Waren importiert, ist die Einfuhrumsatzsteuer fällig. Das ist die Steuer, die bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern erhoben wird. Diese kann man sich immer dann erstatten lassen, sofern man vorsteuerabzugsberechtigt ist. Ein Export in ein Drittland ist grundsätzlich steuerfrei, da die Ware vor Ort mit den Zoll- und Steuerregularien des jeweiligen Landes belastet wird.

Wie kann man sich die Verzollung von Waren vorstellen?

Markus: Auch hier muss zwischen dem Privatbesteller und dem Händler, der in Mengen bestellt, unterschieden werden. Bekommt ein Privatbesteller seine Ware zugeschickt und der Händler hat sich nicht um die Verzollung gekümmert, wird beim Zoll geprüft, ob eine Anmeldung vorliegt oder nicht. Falls diese nicht vorliegt, wird die Sendung angehalten. Der Zoll prüft dann, ob eine Rechnung beiliegt und kontrolliert den Wareninhalt. Anschließend wird der Käufer kontaktiert und aufgefordert, eine Online-Zollanmeldung vorzunehmen, da die Freigabe erst danach erfolgen kann.

Im gewerblichen Sektor dagegen muss immer eine Zollanmeldung erfolgen. In der Regel geht es hier fast immer um Mengenbestellungen. Diese müssen, beispielsweise mithilfe von Spediteuren oder Zollagenturen, durch entsprechende Zollanmeldungen gekennzeichnet sein.  

Als Import-Händler muss man für den Export von Waren, deren Wert 1.000 Euro übersteigen, zusätzlich eine Ausfuhranmeldung vornehmen, um die Warensendung und die Einfuhr im Zielland vernünftig zu unterstützen.

Welche Dokumente werden für die Zollanmeldung benötigt?

Markus: Das hängt vom Transportweg ab. Was generell aber immer zwingend benötigt wird, ist die echte Handelsrechnung. Keine pro-forma- oder Zollrechnung, sondern die originale Handelsrechnung. Dazu kommen noch Packlisten und Frachtkostenrechnungen, und ab einem Wert von 10.000 Euro gibt es außerdem das DV1-Sonderblatt, das ausgefüllt werden muss.

Nadja: Aus steuerlicher Sicht gibt es keine zusätzlichen Dokumente, die eingereicht werden müssen. Auf jeden Fall sollte man die Ausfuhrpapiere aufheben und dokumentieren. Der Zoll bestimmt, welche Dokumente notwendig sind und genau die müssen im Prüfungsfall auch für die Steuer bereitgehalten werden. Wie Markus bereits erwähnt hat, ist die Handelsrechnung das wichtigste Dokument. Das brauchen Steuerberater in jedem Fall, um ordnungsgemäß abzurechnen. Zusätzlich fallen sonst aber keine Verpflichtungen an; die Faustregel lautet: offizielle Zollunterlagen sind auch für Steuerberater ausreichend.

Zudem wissenswert ist, dass Steuerunterlagen dieselben Aufbewahrungsfristen haben wie Zollunterlagen. Zehn Jahre sollte alles, was mit der Ausfuhr und Einfuhr von Waren zu tun hat, aufbewahrt werden.

Was hat es mit der EORI-Nummer auf sich?

Markus: Die sogenannte „EORI“-Nummer ist der englische Begriff der früheren Zollnummer und steht für „Economic Operater Registration Identification“. Das ist eine EU-weit gültige und einheitliche Identifikationsnummer, die jeder Händler braucht, der regelmäßig und gewerblich importiert und exportiert. Die Nummer muss zwingend in dem Land beantragt werden, in dem die Person ansässig ist. Aber: Auch bei Privatpersonen, die mehr als zehn Zollanmeldungen pro Jahr durchführen, empfiehlt es sich eine EORI-ID zu haben. Die Beantragung erfolgt kostenlos online und ist dabei relativ simpel, unproblematisch und schnell gemacht.

Die EORI-Nummer, die in einem Mitgliedsstaat der EU zugeteilt wird, gilt für alle Zollhandlungen innerhalb der Union. Außerhalb der EU entfaltet die ID-Nummer keine Wirkung.

Wie wird der Warenwert bei der Verzollung ermittelt?

Markus: Es gibt ein paar Regeln, wie man die Berechnung vornimmt, allerdings ist der Prozess durchaus komplex: Die Standardregelung besagt, dass der Handelspreis bzw. der vereinbarte Kaufpreis zum Zeitpunkt der Einfuhr als Grundlage gelten. Dieser muss dann aber wiederum an den Lieferweg und die Transportkosten angepasst werden – und der variiert je nach Lieferung, EU-Land oder Drittstaat.

Außerdem gibt es noch Provisionen und weitere Kosten, die als Faktoren auftreten können; es existiert hierzu eine Liste für Zu- und Abrechnungen, an der man sich orientieren kann. Frachtkosten und der Handelspreis sind die Basis des zu ermittelnden Zollwerts, der dann wiederum mit dem Zolltarif verrechnet wird. Mit der richtigen Zolltarifnummer erhält man einen Prozentsatz an zu entrichtenden Zollgebühren zugeteilt. Diese Werte müssen schließlich addiert und mit der Einfuhrumsatzsteuer verrechnet werden, um letztendlich auf den Gesamtwert zu kommen.

Welche Steuern muss ich als Händler:in im Zielland bezahlen?

Nadja: Grundsätzlich exportiert man Waren erst einmal steuerfrei und muss dann im Zielland die sogenannte Einfuhrumsatzsteuer bezahlen. Hier kommt es dann auf das jeweilige Zielland und dessen steuerrechtlichen Pflichten an.

Markus: Aus der Perspektive des Zolls kommt es immer auf die Art der Warensendung an. Generell gibt es immer Verbrauchssteuern bei bestimmten Produkten. Beispielsweise fällt die Alkoholsteuer an, wenn man sich einen Whiskey im Ausland bestellt. Bei einer Kaffeebestellung wird die Kaffeesteuer berechnet und so fort. 

Wie wird die Umsatzsteuer beim Import und Export von Waren behandelt?

Nadja: Hier kommt immer der Steuersatz des jeweiligen Landes zur Geltung. Wenn man Waren nach Deutschland importiert, fallen grundsätzlich 19 Prozent Mehrwertsteuer an, doch gibt es auch hier Ausnahmen und bei bestimmten Waren einen reduzierten Steuersatz. Geht es um einen Warenexport, muss immer geprüft werden, welcher Steuersatz in dem Zielland vorherrscht, in der EU ist das aber meist derselbe Steuersatz.

Welche Waren können bei der Verzollung ermäßigt oder gänzlich befreit werden?

Markus: Zollseitig gibt es den anfallenden Zolltarif und eine Liste für Produkte, die grundsätzlich zollbefreit sind. Zollbefreite Waren sind aber meist sehr speziell, wie zum Beispiel Ersatzteile für Flugzeuge oder für Ölbohrplattformen. Querbeet gibt es auch sonstige Ermäßigungen, die aber immer zweckgebunden sind. So sind beispielsweise Fischlieferungen nur dann bei einem Zollsatz von Null einzuordnen, wenn klar ist, dass daraus Fischstäbchen weiterverarbeitet werden. Für eine Vergünstigung müssen immer die entsprechenden Anträge gestellt werden. Hier gibt es viele Abkommen und Übereinkünfte zwischen der EU und Drittstaaten. Dennoch müssen diese immer geprüft werden.

Nadja: In der Umsatzsteuer versucht man sich immer am geltenden Zolltarif zu orientieren. Auch bei uns gibt es Produktlisten mit unterschiedlichen Steuersätzen. Das variiert in jedem Land, und egal ob es sich um einen EU-Staat oder Drittstaat handelt, können diese Steuersätze sehr unterschiedlich sein, da jedes Land das selbst regelt.

Was sind die größten Stolpersteine bei der Verzollung und wie vermeidet man sie?

Markus: Mein absoluter Top-Ratschlag, was Stolpersteine und deren Vermeidung angeht: Verantwortung! Man darf nie vergessen, dass die Zollanmeldung durch Importe oder Exporte im europäischen Rechtsrahmen einer Handelssteuererklärung gleichkommt. Das heißt, man offenbart sich und seine Waren und geht die Verpflichtung ein, alles ordnungsgemäß und richtig anzugeben. Wenn allerdings die Werte, Daten oder generell die Zollanmeldung fehlerhaft ist, dann bewegt man sich sehr schnell im Straftatenbereich und riskiert damit auch eine Steuerhinterziehung. Auch bei der Beauftragung einer Spedition ist und bleibt der Hauptverantwortliche der Händler bzw. die Privatperson. Man ist hier für seine Warensendungen immer selbst haftbar und verantwortlich, daher meine eindringliche Bitte: Übernehmt die Verantwortung früh, setzt euch mit der Thematik auseinander und überprüft eure Angaben.

Mein zweiter Punkt ist eher praktischer Natur: Man sollte im Import- und Exporthandel Daten nicht blind übernehmen. Beispielsweise geben Händler aus dem Ausland oftmals einen sechsstelligen HS-Code einer Tarifnummer an, die die Warensendung im Zielland zuordnet. Diese HS-Nummer aus dem Ausland könnte theoretisch korrekt sein, muss sich aber nicht unbedingt mit dem HS-Code aus Deutschland decken. Auch hier gilt deswegen: Verantwortung übernehmen und die Nummer prüfen, um Bußgeldern und Strafen vorzubeugen.


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fynax auf dem Logistik E-Commerce Camp Bremen

Logistik – einfach nur ein notwendiges Übel im Handel? Viele Online-Händler:innen unterschätzen den Erfolgsfaktor einer gut funktionierenden Logistik im eigenen Unternehmen. Daher ist es umso wichtiger, dieses Erfolgspotential mit best practice-Prozessen zu optimieren. Am 06. Juli versammelten sich Branchen-Expert:innen aus dem Online-Handel beim diesjährigen Logistik E-Commerce Camp in Bremen und gaben bei insgesamt 20 Vorträgen und Intensiv-Workshops auf drei Bühnen wichtigen Input zur Prozessoptimierung. Unter ihnen auch das Experten-Team von fynax um fynax-Leiter Saravanan Sundaram und Zollexperte Markus Bitzer.

Logistik & Versand: Schlüsselthemen bei Online-Händler:innen

Das Programm des LEC war vollgespickt, unter anderem mit Highlight-Vorträgen zur Durchführbarkeit der 4-Tage-Woche in der Logistik, Do´s and Dont´s bei Retourenprozessen und zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl des passenden ERP-Systems. Logistik-Expert:innen wie Fielmann, Hanna Hillnhütter vom Händlerbund und Julius Wegmann von Fiege gaben außerdem wichtigen Input zu Fulfillment, Packaging und rechtlichen Fragen im Rahmen des Versandhandels. Am fynax-Stand wurden dieses Jahr nicht nur E-Commerce-Interessierte von uns beraten, sondern auch zum Thema Warenverkehr & Zoll abgeholt.

fynax gemeinsam mit Zollexperte Markus Bitzer an der „Alten Werft“

Steuerrechtliche Fragen zum Warenverkehr gehen Online-Händler:innen wohl nie aus. Doch in diesem Jahr entschied sich das fynax-Team, im Rahmen des Expertenvortrags zu „Online-Handel & Zoll – alles was du zum grenzüberschreitenden Warenverkehr wissen musst“, auch die Expertise von ehemaligem Thanks-For-Shopping Podcast-Gast und Zoll-Experte Markus Bitzer mit einfließen zu lassen. Neben dem Vortrag zu den Vorteilen einer digitalen Steuerberatung mit Branchenspezialisierung im E-Commerce von Saravanan Sundaram, berichtete Markus Bitzer den Interessierten von zollspezifischen Erfahrungen im Rahmen des grenzüberschreitenden Grenzverkehrs. Die Anwesenden, unter ihnen viele Online-Händler:innen, zeigten ein reges Interesse an der Thematik, was sich an der darauffolgenden Q&A-Fragerunde gut beobachten ließ.


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Eine der ältesten Grundbausteine der Europäischen Union, die in 1968 gegründete Zollunion, soll überarbeitet werden: Einfacher, sicherer und digital sollen Zollangelegenheiten künftig in der EU erfolgen. Hierfür soll es auf Vorschlag der EU-Kommission u.a. eine gemeinsame Plattform für Zolldaten sowie eine neue EU-Zollbehörde geben.

Im Sinne des digitalen Wandels

Im europäischen Binnenmarkt herrscht freier Warenverkehr – für die Marktüberwachung eine große Herausforderung. Denn das europäische Zollsystem ist sehr uneinheitlich. Wenngleich in der EU-Zollunion die Zollbehörden aller EU-Länder wie eine einzige Behörde zusammenarbeiten, sind über verdächtige Warensendungen oder illegale Importe nicht alle Behörden zeitgleich informiert. Die von der EU-Kommission Mitte Mai vorgelegte Reform soll das beheben und ihre Digitalisierung unter anderem der EU und ihren Mitgliedstaaten zusätzlich Einnahmen von einer Milliarde Euro im Jahr einbringen.

Für ein grüneres, digitales Zeitalter des Zollwesens

Der Kommissionsvorschlag sieht eine neue EU-Zollbehörde vor, die eine neue EU-Zolldatenplattform, die als Motor des neuen Systems fungieren wird, überwacht. Zollmeldepflichten von Wirtschaftsbeteiligten sollen vereinfacht werden, in dem Abwicklungen von Einfuhrverfahren etwa weniger Zeit in Anspruch nehmen, eine zentrale EU-Schnittstelle bereitgestellt und die Wiederverwendung von Daten erleichtert wird. Außerdem können künftig Unternehmen alle Informationen über ihre Produkte und Lieferketten bei der EU-Zolldatenplattform online eintragen. Dabei müssen sie ihre Zollinformationen nur noch über ein einziges Portal kommunizieren und die Daten für mehrere Sendungen nur einmal übermitteln.

Die Mitgliedstaaten haben künftig Zugang zu Echtzeitdaten, wodurch Handelsströme besser analysiert und Probleme vorhergesagt werden können. Sie können weiterhin alle Informationen bündeln und schneller, einheitlicher und effektiver auf Gefahren reagieren. Derzeit verwenden die Datenplattformen der nationalen Zollbehörden unterschiedliche IT-Systeme. Diese werden schrittweise durch ein zentrales System ersetzt, das die gemeinsame Nutzung von Daten erheblich erleichtern wird. Auch wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Datenüberwachung und -analyse dazu beitragen, Probleme zu ermitteln, noch bevor die Versendung der Waren in Richtung EU begonnen hat.

Brüssel will zusätzlich Zoll auf Warensendungen im Wert von unter 150 Euro erheben, wenn sie aus Nicht-EU-Ländern stammen. Hintergrund: Um Zollgebühren bei der Einfuhr zu umgehen, werden 65 Prozent der in die EU eingeführten Waren mit einem niedrigen Wert angemeldet.

Während im derzeitige Zollsystem die Verantwortung der Zollverpflichtungen bei den einzelnen Verbraucher:innen und Beförder:innen liegt, werden mit der Reform Online-Plattformen zu Schlüsselakteuren. Sie müssen sicherstellen, dass Zölle und Mehrwertsteuer beim Kauf entrichtet werden. Verbraucher:innen werden so nicht länger mit versteckten Gebühren konfrontiert.

Noch müssen sich die nationalen Regierungen und das Europäische Parlament auf einen gemeinsamen Standpunkt einigen, damit der Kommissionsvorschlag angenommen werden kann.

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Woran denkt man als Online-Händler:in wenn man das Wort Zoll hört? Der oft negativ behaftete Begriff lässt Händler:innen zumeist an Auflagen und Verpflichtungen denken. Das Zollrecht ist insbesondere für internationale Importe und Exporte das ausschlaggebende Regelwerk. „In der EU ist das Zollrecht harmonisiert, das heißt in allen Ländern gelten die gleichen Regeln […] Man kann aber vieles nicht verallgemeinern, die Grundlagen sind gleich, aber man muss sich jeden Händler und jeden Shop einzeln ansehen: was importierst du, was exportierst du, mit welchen Ländern handelst du, was für einen Warenkreis hast du?“, meint Zollexperte Markus Bitzer und geht unter anderem genau diesen Fragen gemeinsam mit unseren Podcast-Hosts Nadja Müller und Saravanan Sundaram in der neuen Folge von Thanks for Shopping auf den Grund.

Markus ist ehemaliger Flugzeugmechaniker und hat die Ausbildung zum Zollfahnder für das Zollkriminalamt abgeschlossen. Der Fokus seiner Ermittlungen galt dem Bereich Ausfuhrkontrolle, doch ermittelte er unter anderem auch in den Bereichen Rauschgift, Geldwäsche und Importverstöße. Seine persönliche Entscheidung nicht mehr als Zollfahnder aktiv zu sein und sich stattdessen als Berater für Unternehmen im Zollverkehr einzusetzen, hat er uns auch im fynax-Interview erzählt.

„Der Zoll hat sich über die Jahre weiterentwickelt und wir passten nicht mehr zueinander. Ich wollte mehr Chancengleichheit und berate jetzt Unternehmen bevor es zu Problemen kommt“, erklärt Markus, der den Zoll letztendlich als Finanzbehörde einordnet, die zwar kontrolliert aber keine aktive Hilfestellung leistet. In der neuen Folge von Thanks for Shopping erzählt er uns von seiner Arbeit als Zollfahnder, seinem Sinneswandel und liefert wichtige Insights hinsichtlich der Zollangelegenheiten von Online-Händler:innen.


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Online-Marktplätze wie Amazon oder etsy bieten Online-Händler:innen die Möglichkeit mit nur wenigen Klicks einen eigenen internationalen Online-Handel aufzubauen. Doch hinter einer vermeintlich einfachen Nutzung lauern einige Fallen, die Unternehmer:innen kennen sollten. Im EU-weiten, grenzüberschreitenden Handel sind umsatzsteuerliche Pflichten im Überblick zu halten und fristgerecht umzusetzen. Verschickt man seine Waren zusätzlich nicht nur innerhalb der EU, sondern auch in Drittländer, erhöht sich die Komplexität: neben den umsatzsteuerrechtlichen Regularien sind auch Zollvorschriften zu beachten. Wir haben Zollexperten Markus Bitzer gefragt, welche Herausforderungen Online-Händler:innen im internationalen Handel begegnen können.


Herr Bitzer, Sie haben sich dem Zoll nach 17 Jahren abgewendet und beraten jetzt Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen und Unternehmer:innen, damit diese nicht von Zollprüfungen überrascht und Nachforderungen ausgesetzt sind. Erzählen Sie ein bisschen was von sich: Wie kann man sich Ihre Arbeit vorstellen?

In den letzten Jahren meiner Tätigkeit als Zollfahnder musste ich feststellen, dass viele Strafen vollzogen worden, obwohl ein einfaches Gespräch mit den Betroffenen das Problem viel besser hätte lösen können. Es besteht also ein großes Ungleichgewicht. Ich versuche jetzt meinen Beitrag zu leisten, dass mehr Chancengleichheit im Zollverkehr herrscht und berate Unternehmen und Rechtsanwälte. Die neue Arbeit unterscheidet sich eigentlich nicht sehr groß von der alten. Das Prinzip meiner Ermittlungen ist gleichgeblieben: Es startet immer mit einer Zustandsanalyse. Anschließend überlege ich, was das Ziel ist und was man am Zustand ändern muss, um dieses Ziel zu erreichen. Das ist bei Zollermittlungen nicht anders. Man betrachtet immer erst den Ist-Zustand und analysiert die Fehlerquellen, die dann wiederum als Beweismittel eingesetzt werden. Meine Aufgabe jetzt ist es diese Fehlerquellen bereits im Vorfeld zu finden und meine Mandanten dahingehend zu beraten, damit es gar nicht erst zu einem Problem kommt.

Aus welchen Gründen werden Sendungen im Zoll kontrolliert?

Alle Sendungen durchlaufen grundsätzlich das elektronische Abfertigungssystem („ATLAS“) des Zolls. Dort sind viele Risikoparameter eingepflegt, die regelmäßig von den Zollbehörden aktualisiert werden. Die erste Kontrollinstanz erfolgt über das digitale ATLAS-System, in dem alle verfügbaren Daten der Sendung kontrolliert werden und dann erfolgt die Selektierung. Eine Selektierung der Sendung kann Personen aus unterschiedlichsten Gründen treffen. Die Kontrollprozedur läuft immer auf dieselbe Art und Weise ab: Die Sendung wird gestoppt und geprüft beziehungsweise händisch vonseiten des Zolls kontrolliert. In der Regel brauchen die Zollbeamten dann Unterlagen der ansässigen Personen der Sendung. Daraufhin erfolgt entweder eine Nachzahlung oder das Paket wird nicht freigegeben und zurückgeschickt. Die Sendung kann auch beschlagnahmt werden, insbesondere dann, wenn es sich um Sendungen handelt, die nicht gehandelt werden dürfen, wie etwa gefälschte Produkte oder Betäubungsmittel.

Welche Shops betrifft das Thema Zollgebühren? Welche Arten von Waren werden im Online-Handel am häufigsten kontrolliert?

Prinzipiell wird das Thema Zoll immer dann interessant, wenn ich etwas importiere oder exportiere. Daher betrifft es grundsätzlich Unternehmen, die grenzüberschreitend handeln, aber natürlich auch Shops, die Waren importieren und in Deutschland verkaufen. Die Arten der Waren sind oft nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor hinsichtlich der Kontrollen. Selbstverständlich sind alle Produkte und Waren, die hohe Zollausgaben nach sich ziehen, vermehrt im Fokus. Dennoch kann man grundsätzlich nicht sagen, dass der eine Warenhändler höher gefährdet ist, als der andere.

Welche zollrechtlichen und umsatzsteuerlichen Risiken sind im grenzüberschreitenden Online-Handel eng verzahnt?

Die Einfuhr- und Umsatzsteuer sind sehr eng verzahnt. Dabei ist die Einfuhrsteuer eine Zollangelegenheit, während die Finanzbehörden bzw. das Finanzamt mit der Umsatzsteuer betraut sind. Man kann zum Beispiel als Shop etwas importieren, zahlt die Einfuhrumsatzsteuer und lässt den Betrag dann von der Vorsteuer wieder abziehen. Auf diese Weise kontrollieren automatisch beide Kontrollinstanzen die Sendung. Es besteht daher auch ein enger Dialog zwischen Zoll- und Steuerbehörden. Die Informationen werden nicht nur national, sondern besonders auch international zwischen den Behörden ausgetauscht. Es ist daher extrem wichtig, dass die Zahlen in der Buchhaltung stimmen und man hier keinen Fehler macht. Insbesondere dann, wenn es um Fulfillment-Dienstleistungen oder Dropshipping-Angelegenheiten geht. Die zuständigen Behörden füllen ähnliche oder sogar identische Kontrollfelder aus: Unter welchen Bedingungen wird geliefert, wer liefert an wen, wer wird namentlich in der Zollanmeldung genannt, wer holt sich die Umsatzsteuer wieder zurück? Es gibt zahlreiche überlappende Verknüpfungen und dementsprechend gibt es einen engen Austausch zwischen den zuständigen Zoll- und Finanzbehörden. Man muss daher extrem sauber arbeiten. Bei der Umsatzsteuer besteht ein sehr intensiver Austausch zwischen den Behörden: Umsatzsteuersonderprüfer tauschen sich mit dem Zoll aus und während dieser gleichzeitig die Steuerdaten der Betroffenen bei Import- und Exportwaren prüft.

Welche Herausforderungen sollte ein:e Online-Händler:in bei der Nutzung von Marktplätzen wie Amazon oder etsy kennen?

Das kann man nicht verallgemeinern. Es hängt sowohl von der Shop-Gestaltung, als auch von der Warenbewegung ab. Andere wichtige Parameter in der Analyse sind die Lagerungsstrategien und die Nutzung von Fulfillment-Dienstleistungen – da spielen wirklich viele Faktoren eine entscheidende Rolle. Ich würde im Zweifel aber immer mit einem Steuerberater sprechen und zur Not einen Experten hinzuziehen. Es ist immer wichtig zu wissen, wie sich das Kaufgeschäft und das Versandgeschäft zueinander verhält, denn es kann in der Regel auch stark voneinander abweichen. Gerade wenn ich Marktplätze wie etsy oder Amazon nutze, agiere ich zwar als Shop und habe Käufer, aber mein Versanddienstleister sitzt beispielsweise im Ausland und verschickt die Waren im Dropshipping-System. Solche Fälle sind stark im Fadenkreuz des Zolls. Vor dem Versand ist das Kaufgeschäft oft der Maßstab aller Dinge. Obwohl – oder genau weil – das Kaufgeschäft gar nicht im Versandverkehr bei der Zollanmeldung abgebildet ist, kontrolliert der Zoll die Informationen hierzu verstärkt.

Welche Empfehlungen kann man Online-Händler:innen an die Handgeben, um sicherzustellen, dass ihre Shops den Zollvorschriften entsprechen?

Die zoll- und steuerrechtliche Verantwortung liegt immer beim Shop bzw. Unternehmer selbst – selbst wenn man Zollagenturen oder Versanddienstleister damit beauftragt, die Zollanmeldung zu übernehmen. Außerdem sollte man ein Basisverständnis für die Materie aufbringen, insbesondere weil auf Trade- und Tax Compliance ein sehr starker Fokus liegt. Daher empfehle ich nicht blind den Daten von Lieferanten zu vertrauen, sondern Lieferscheine, Warentarifnummern, Zollanmeldungen usw., eigenhändig zu prüfen oder zumindest zu kontrollieren. Man muss sich seiner zoll- und steuerrechtlichen Verantwortung bewusst sein. Dies bedeutet auch zu prüfen, ob der Dienstleister korrekt arbeitet und seine Buchhaltung ordnungsgemäß zu führen. Und vielleicht am Wichtigsten: Bei Shortcomings nicht darauf vertrauen, dass es niemandem auffallen wird. Es wird auffallen!

Was war einer deiner spannendsten Fälle?

Da gibt es viele! Der kurioseste Fall war ein Unternehmen mit einem Zolllager, in welchem Waren steuerfrei zwischengelagert werden konnten, bis sie verkauft wurden. Diese Waren unterliegen einer besonderen Überwachung, denn es darf keine Warenbewegung stattfinden, ohne eine offizielle Registrierung und Bekanntgabe. Es handelte sich dabei um Schuttgüter und Eisenerze mit einem Warenwert von circa 10-15 Millionen Euro. Da haben wir dann nicht schlecht gestaunt, als die1800 Tonnen an Ware verschwunden sind. Das kann sich bis heute keiner erklären, wie das passiert ist, denn eigentlich ist das ein Ding der Unmöglichkeit, dass Ware, die so einer speziellen Überwachungs- und Kontrollinstanz unterliegt, einfach verschwindet.

Aber es geht auch andersrum: in einem anderen Fall bin ich sehr kurzfristig als Experte in eine Zollprüfung hinzugezogen worden, bei der sich die Unternehmer und Prüfer nicht einigen konnten. Wir haben in enger Zusammenarbeit eine Nachforderung in Höhe von einer viertel Million Euro abwenden und schließlich auf 23.000 Euro reduzieren können.

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