Wenn es darum geht, Suchanfragen online zu stellen, dann ist Google nach wie vor die bekannteste genutzte Suchmaschine: Laut einer Umfrage des Portals Promo Masters liegt das Unternehmen mit knapp 90 Prozent auf dem ersten Platz. Doch Produktsuchen oder allgemeine Suchanfragen werden inzwischen längst nicht mehr nur auf Portalen wie Google, Bing oder Ecosia getätigt; Junge Menschen, also Gen Z, nutzen vermehrt die Videoplattform TikTok für ihre Recherchen. Besonders im Social-Media-Marketing ist diese Entwicklung spannend und relevant zugleich.

2024 erwartet uns in diesem Zusammenhang eine Mischung aus technologischen Innovationen und verändertem Nutzer:innenverhalten: Textbasierte Postings erleben ein Revival, mit Plattformen wie Mastodon und Metas Threads App. Gleichzeitig werden längere Videos auf Instagram und TikTok wieder beliebter. Diese und weitere wichtige Trends für dieses Jahr haben wir für euch herausgefiltert und zusammengefasst.

1. Die Kraft von Textbeiträgen kehrt zurück

Einst verpönt, 2024 wieder geschätzt: Textbeiträge erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, nicht zuletzt aufgrund des Anstiegs der Nutzer:innenzahlen bei Mastodon und Metas Threads App.

2. Googles neue Konkurrenz?

Google genießt zwar unter den Suchmaschinen immer noch seine Monopolstellung, sieht sich allerdings damit konfrontiert, dass immer mehr Nutzer:innen der Gen Z ihre Suchanfragen über Social-Media-Kanäle wie TikTok vornehmen. TikTok integriert inzwischen sogar Google-Suchergebnisse in die App. Nutzer:innen empfinden dort erhaltene Informationen und Ratschläge als authentischer.

3. Lange Videos!

2024 zeichnet sich ein Anstieg von längeren Videobeiträgen ab. Die maximale Videolänge wurde sowohl bei Instagram als auch bei TikTok auf bis zu fünf Minuten erweitert, um Nutzer:innen umfangreichere Informationen bieten zu können.

4. DMs & persönliche Interaktion

Auch Direktnachrichten in den sozialen Plattformen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Öffentliche Feeds sind zu stark von kommerziellen Inhalten dominiert, deshalb suchen immer mehr Verbaucher:innen den direkten Weg zu Anbieter:innen.

5. Sharing und Nutzer:innenengagement

Der Fokus vieler Online-Anbieter:innen liegt inzwischen auf der Anzahl der geteilten Inhalte. Geteilte Beiträge haben eine bessere Chance, Aufmerksamkeit zu erregen und in den Algorithmus einzufließen. Deshalb sollten auch Social-Media-Beiträge Inhalte präsentieren, die zum Teilen anregen. Emotionaler Content oder Postings mit einer Message erhalten viel wahrscheinlicher Traffic bei Likes und Kommentaren als rein informative Postings. Der Erfolg des Entertainment-Faktors bei Beiträgen bleibt aber nach wie vor bestehen und sollte, um hohe Sharing- und Likezahlen zu erreichen, definitiv berücksichtigt werden.

6. Telegram spielt ganz oben mit

Auch Telegram verzeichnet inzwischen über 800 Millionen aktive Nutzer:innen und hat das Potential, sich zu einer umfassenden Plattform für Kommunikation und soziale Interaktion zu entwickeln. Zeit, sich bereits mit den Funktionen der App vertraut zu machen und nach Wegen zu suchen, diese für sich zu nutzen.

7. Fediverse & dezentrale soziale Netzwerke

Neue soziale Netzwerke wie Mastodon oder Bluesky setzen auf Privatsphäre, Unabhängigkeit und Gemeinschaft. Personenbezogene Inhalte können aber auch bei diesen Applikationen Aufmerksamkeit und Traffic erregen.

8. Fotoreihen bei Instagram und TikTok

Das Posten von mehreren Fotos in einer zusammenhängenden Reihe erlebt ein Comeback! So wirken Fotoreihen authentischer als Einzelfotos oder Videos. Produkte können auf diese Weise besser dargestellt werden. Online-Händler:innen wird es so ermöglicht, besser ihre Geschichte zu erzählen.

9. TikTok USA: Entwicklung der Plattform zum E-Shop

Was in den Vereinigten Staaten bereits Realität ist, könnte bald schon auch nach Europa kommen. TikTok kann dort nämlich bereits als Shopping-App genutzt werden: Nutzer:innen können Produkte direkt über die App bestellen und bezahlen. Vor allem Rezensionsvideos von anderen TikToker:innen gewährleisten dabei Authentizität und schaffen eine bessere Vertrauensbasis für Interessierte.

10. Verstärkter Fokus auf SEO

Auch in den sozialen Medien werden suchmaschinenoptimierte Inhalte immer wichtiger. Sie verbessern die Sichtbarkeit deiner Beiträge und helfen dabei, das allgemeine Engagement in Beiträgen zu erhöhen.

11. Untertitel in Videobeiträgen

Der Einsatz von Untertiteln erhöht die Zugänglichkeit und das barrierefreie Verständnis für ein breiteres Publikum.


Fazit

Die aktuellen Social-Media-Trends weisen auf eine dynamische und vielschichtige Entwicklung der digitalen Landschaft 2024 hin. Auch die breitflächige Integration von KI-Tools in der Content-Erstellung und der Kund:innenbetreuung trägt seinen Teil dazu bei. Es steht fest, dass Nutzer:innen von Social-Media-Kanälen nicht nur informiert, sondern auch unterhalten werden wollen. Infotainment ist und bleibt also das Medium der Wahl für viele Anbieter:innen.

Ein Teil des Erfolgsrezepts ist aber auch, innovative Content- und Engagementprozesse anzustoßen, um den Traffic bei Beiträgen zu erhöhen. In diesem Zusammenhang werden inzwischen auch strategisch gut platzierte Keywords immer wichtiger, um suchmaschinenoptimierte Inhalte zu generieren.

Auf lange Sicht transformieren sich die Plattformen der sozialen Medien zunehmend zu direkten Verkaufskanälen für Marken und Unternehmen. Auch für Online-Händler:innen ist es deshalb wichtig, ihre Produkte in diese Kanäle zu integrieren und nach kreativen Wegen zu suchen, diese optimiert zu vermarkten.

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Buy now pay later, Gamification im Online-Handel, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und das Zukunftspotential von Live-Shopping – 2023 haben wir euch einige wichtige E-Commerce-Trends vorgestellt. Doch wie sieht es im Jahr 2024 aus? Welche Trends werden den Markt bestimmen? Genaue Vorhersagen für das neue Jahr zu treffen, ist zwar immer schwierig, da sich sowohl Technologien als auch Verbraucher:innengewohnheiten im E-Commerce schnell ändern können. Dennoch gibt es einige Trends, die den Online-Handel in den kommenden Jahren nachhaltig prägen werden. Wir haben für euch eine Übersicht zusammengestellt:


Trend 1: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

KI ist spätestens mit ChatGPT zum Frontrunner aller Trends geworden – so auch im E-Commerce. Im Online-Handel wird KI zukünftig eine große Rolle spielen. Aber wie genau könnte diese aussehen? Unternehmen könnten zum Beispiel KI-Algorithmen nutzen, um Kund:innen anhand ihres Einkaufverhaltens personalisierte Empfehlungen anzubieten, den Kundenservice zu verbessern und deine Cybersecurity abzusichern. Durch maschinelles Lernen, Datenanalyse und Robotik kann KI ebenfalls dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Lieferkettensicherheit deines Online-Shops zu verbessern. Außerdem können Nachfrageprognosen verbessert und Lagerbestände anhand dieser Informationen optimiert werden.

Einige Big Player wie Amazon oder Victoria´s Secret nutzen bereits KI-basierte Software, beispielsweise um die Retourenquoten zu senken oder ein besseres Online-Einkaufserlebnis zu bieten. Auch der Discounter Netto hat bereits ein KI-basiertes „Pick & Go“-Smartkonzept in einer Filiale in Regensburg eingeführt, das Kund:innen – ähnlich wie bei Amazon Go – ermöglicht, ohne Kassenabwicklung einzukaufen.

Trend 2: Virtuelle und erweiterte Realität

Mit der Weiterentwicklung von VR- und AR-Technologien können Online-Händler:innen immersive Einkaufserlebnisse bieten. Kund:innen sind dann in der Lage, Produkte virtuell auszuprobieren oder in einer AR-Umgebung zu erleben. Doch im Unterschied zu KI, werden VR- und AR-Technologien erst richtig greifen, wenn die Technologien bei der breiten Masse der Bevölkerung angekommen sind. Entsprechende High-End Geräte, wie die Apple Vision Pro können, diesen Effekt aber durchaus beschleunigen. Ob es 2024 allerdings schon so weit ist, bleibt fraglich. Trotzdem wird AI und VR auch im Online-Handel einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Eine entsprechende Integration in deinen Online-Shop ist also in jedem Fall empfehlenswert.

Trend 3: Voice-Commerce

Sprachgesteuerte Assistenten wie Amazons Alexa, Apples Siri oder Google Assistant werden immer beliebter. Online-Händler:innen können ihre Plattformen bereits jetzt anpassen, um Sprachbefehle zu unterstützen und den Nutzer:innen den Einkauf über Sprachbefehle gemütlich aus dem Smart Home zu ermöglichen.

Trend 4: Nachhaltigkeit, ethischer Konsum & Second-Hand-Shopping

Verbraucher:innen legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und ethischen Konsum. Online-Händler:innen können ihre Lieferketten transparenter machen, umweltfreundliche Verpackungen verwenden und Produkte mit nachhaltigen Zertifizierungen fördern.

Aktuell auch sehr interessant, ist die positive Entwicklung des Second-Hand-Markts. Wie aus einer Meldung des Bundesverbands für E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) hervorgeht, greifen immer mehr Verbraucher:innen auf den Kauf und die Nutzung von gebrauchten, reparierten oder geliehenen Waren zurück. Sogenannte „preloved goods“ erfreuen sich in Deutschland demnach immer größerer Beliebtheit: unter den 19- bis 29-Jährigen gaben 18,4 Prozent der Befragten an, „häufiger“ und 31,9 Prozent „gelegentlich“ gebrauchte Produkte im Internet zu bestellen. Dieser Trend wird sich wohl auch 2024 fortsetzen.

Trend 5: Social Commerce

Soziale Medien werden weiterhin eine wichtige – wenn nicht zentrale – Rolle im Online-Handel spielen. Plattformen wie Instagram oder TikTok werden höchstwahrscheinlich ihre Einkaufsfunktionen erweitern, um es Verbraucher:innen zu ermöglichen, Produkte direkt über die Plattformen zu kaufen. Auch hier macht es Sinn, sich als Online-Händler:in frühzeitig damit auseinanderzusetzen und die eigenen Produkte bestmöglich in die Plattformen zu integrieren.

Trend 6: Same-Day-Delivery und Lieferdrohnen

Die Liefergeschwindigkeit wird weiterhin ein wichtiger Faktor im E-Commerce sein. Online-Händler:innen können ihre Logistikprozesse optimieren, um Same-Day-Delivery in bestimmten ausgesuchten Regionen anzubieten. Zudem könnten zukünftig auch Lieferdrohnen verstärkt eingesetzt werden, um Pakete schnell und effizient zu liefern. Der Bundesligist Darmstadt 98 nimmt beispielsweise bereits an dem Pilotprojekt des Lieferdrohnen-Dienstes „Wingcopter“ teil und verschickt Fanartikel des Online-Shops an Kund:innen via Lieferdrohne.

Trend 7: Personalisierung & Individualisierung

Online-Händler:innen sollten verstärkt auf personalisierte Angebote setzen, um die Kund:innenbindung zu stärken. Durch die Analyse von Kund:innendaten mithilfe von entsprechender Software oder auch KI-Tools könnt ihr maßgeschneiderte Empfehlungen und personalisierte Werbung anbieten.

Trend 8: Das Website-Design der Zukunft?

Die klassischen Website-Designs von Online-Händler:innen oder Online-Verkaufsplattformen gehören inzwischen zum durchschnittlichen Standard. Es gilt aus der Masse herauszustechen und genau das kann sich für viele Anbieter:innen dieses Jahr ändern: Adobe hat erst vor kurzem 24 mit Preisen ausgezeichnete Website-Designs vorgestellt, an denen sich auch Online-Händler:innen orientieren sollten: Interaktivität und Kreativität werden in einer dreidimensionalen Erfahrung vereint, die Customer Experience soll durch Scroll- und Wischbewegungen – sowohl am Laptop als auch am Handy – optimiert werden. So kann man durch digitale Lagerräume scrollen, dabei Produkte auswählen und sich direkt Informationen anzeigen lassen und natürlich bestellen. Essenziell dabei ist allerdings eine gute technische Umsetzung und ein flüssiges Kund:innenerlebnis.

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In der pulsierenden Welt des Online-Handels sind ständige Veränderungen und schnelle Entwicklungen an der Tagesordnung. Fast täglich gibt es neue Trends, technologische Innovationen oder neue Tools, die die Art und Weise, wie wir online einkaufen, prägen und verändern können. Wer hier den Anschluss verliert, könnte die nächste große Innovation oder den künftig marktbestimmenden Verbraucher:innentrend verpassen: Von neuen Technologien bis hin zu sich wandelnden Kund:innenbedürfnissen – die Branche des E-Commerce ist ein Spiegel unserer digitalisierten Gesellschaft. Wir tauchen deshalb für euch in die Tiefen dieses facettenreichen Marktes ein, filtern die Flut an Informationen und präsentieren euch präzise das Wesentliche.

Wir haben es uns 2024 zur Aufgabe gemacht, euch auf relevante News, wegweisende Entwicklungen und aufkommende Trends hinzuweisen, mit denen ihr eure Strategien schärfen oder einfach nur euer Wissen erweitern könnt. Mit unserem Rundum-Blick auf den Online-Handel bleibt ihr nicht nur informiert, sondern auch inspiriert, um in der vernetzten Welt des E-Commerce stets einen Schritt voraus zu sein. Bleibt auf dem neuesten Stand, denn ein informierter Klick kann den Unterschied ausmachen!

AI-Act

Als Teil der digitalen Strategie der Europäischen Union hat sich das Europaparlament in Zusammenarbeit mit den EU-Staaten am 9. Dezember 2023 auf den sogenannten „AI-Act“ geeinigt: Das weltweit erste KI-Gesetz soll zur strengeren Regulierung von künstlicher Intelligenz beitragen und so die Sicherheit und Rechte der Bürger:innen besser schützen. Es stehen noch die formelle Annahme des Parlaments und des Rats aus, bevor das Gesetz schließlich ratifiziert und endgültig zu EU-Recht wird.

Payback Pay

Im Bereich des mobilen Zahlungsverkehrs hat sich auch in Deutschland etwas getan: Payback Pay ist nun in die DM-App integriert worden, was den Zahlungsprozess für Kund:innen des Drogeriemarktes noch bequemer macht.

Konsum & Nachhaltigkeit

Trotz sich ändernden Konsumverhaltens und wachsenden Umweltbewusstseins bleibt unverpacktes Einkaufen bei den Deutschen weitgehend unbeliebt. Laut einer Yougov-Umfrage haben nur 22 Prozent der Verbraucher:innen schon mal unverpackt eingekauft, während nur fünf Prozent der Befragten angegeben haben, regelmäßig unverpackte Waren einzukaufen.

Drohnenlieferung ist da!

Eine futuristische Note bekommt der Versandhandel durch den Bundesligisten Darmstadt 98, der nun beginnt, Fanartikel via Drohnenlieferdienst „LieferMichel“ zu versenden. Dies könnte bereits ein Vorgeschmack auf zukünftige Liefermethoden von verschiedenen Anbieter:innen sein.

Hinweisgeberschutzgesetz

Indes beklagt der Bundesverband der Verbraucherzentralen, dass sich große Internetplattformen nicht an den neuen Digital Services Act halten, wodurch Verbraucher:innenrechte noch immer nicht ausreichend geschützt seien. Parallel dazu wird außerdem mit dem Hinweisgeberschutzgesetz angestrebt, interne Meldestellen in kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Pflicht zu machen, um so Whistleblower besser schützen zu können.

Kostspielige Retouren

Eine aktuelle Studie des Retail Institutes hat herausgestellt, dass Retouren für Unternehmen immer noch eine teure Angelegenheit sind und durchschnittlich zwischen fünf bis zehn Euro pro zurückgeschickten Artikel zusätzliche Kosten verursachen. Das unterstreicht die Notwendigkeit effizienter und nachhaltiger Lösungen in der Logistik.

Wachsende Konkurrenz im E-Commerce

Chinesische Plattformen wie Alibaba, Shein, Temu oder Wish sind bereits fest im europäischen Markt etabliert. Jetzt will mit TikTok der nächste Social-Media-Gigant mit seinem eigenen Onlinemarkt mit einsteigen. Die Anzeichen einer geplanten Einführung noch in diesem Jahr verdichten sich.

Vorsicht geboten bei Temu

Die Verbraucherzentrale warnt Kund:innen davor, beim chinesischen Online-Shop Temu einzukaufen. Grund dafür sind Konsequenzen bei beschädigter oder defekter Ware. Denn in diesem Fall greift die Produkthaftung für den Onlineriesen nicht. Da die Ware aus dem außereuropäischen Ausland kommt, stehen Importeure für jegliche Mängel gerade und im Fall von Temu wären diese dann die Privatkunden selbst.

Die E-Commerce-Branche steckt in der Krise

Handelsexpert:innen prognostizieren ein schwieriges Jahr für Online-Händler:innen. Die Inflation hinterlässt auch ihre Spuren im deutschen Online-Handel: So zeigt eine Umfrage der Digitalberatung „Etribes“ unter 614 Konsument:innen, dass der Preis das wichtigste Kriterium bleibt, während gleichzeitig aber die Lieferzeit als Faktor in der Rangfolge abgerutscht ist. Kund:innen sind inzwischen dazu bereit, deutlich länger zu warten, vorausgesetzt, sie erhalten dafür einen merklich günstigeren Preis. Das wiederum gibt chinesischen Plattformen wie Temu oder Shein Aufwind, da diese Faktoren genau in ihre Geschäftsmodelle hineinspielen.

Community Building mit Galaxus

Digitec Galaxus erlaubt Kund:innen, falsche oder unvollständige Produktdaten selbstständig auszubessern beziehungsweise einzupflegen.

Cybercrime

Die Spezialstaatsanwaltschaft verzeichnete 2023 rund 18.000 Cybercrime-Fälle und damit einen Anstieg von knapp 3.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Investitionen in Cybersecurity bleiben somit weiterhin das A und O für Online-Händler:innen.

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Buy now pay later, Gamification im Online-Handel, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und das Zukunftspotential von Live-Shopping – zu Jahresbeginn haben wir euch einige wichtige E-Commerce-Trends für das Jahr 2023 vorgestellt. Da inzwischen gut acht Monate vergangen sind, ist es an der Zeit für eine erste Auswertung und Bestandsanalyse: Welche Trends behaupten sich auf den großen Online-Plattformen? Und ist mit der stetigen Weiterentwicklung von KI und Automatisierungsbestreben mit einem nachhaltigen Wandel des E-Commerce zu rechnen? In diesem Artikel gehen wir unter anderem auf diese Themen ein und erklären, welche E-Commerce-Trends sich in der Branche durchsetzen konnten und welche nicht.


Buy Now Pay Later

Das Bezahlmodell ganz nach dem Prinzip „Jetzt kaufen, später zahlen“ setzt sich zunehmend in Deutschland und Europa durch. Anbieter wie Klarna, PayPal, Affirm oder Afterpay sind nur einige wenige Beispiele, die bei deutschen Nutzer:innen besonders beliebt sind. Das flexible Bezahlmodell ermöglicht es Verbraucher:innen, ihre Online-Einkäufe in Raten zu bezahlen, anstatt den vollen Betrag sofort zu entrichten. Besonders attraktiv dabei: Kund:innen können diese flexible Bezahlmethode oft auch ohne zusätzliche Zinsen oder Gebühren in Anspruch nehmen.

Das Modell erfreut sich nicht nur bei Endverbraucher:innen wachsender Beliebtheit, sondern auch bei Online-Händler:innen selbst. Die Integration einer BNPL-Funktion in den eigenen Webshop kann nämlich dazu beitragen, Konversionsraten zu erhöhen und den Umsatz deines Shops bedeutend zu steigern.

Cybercrime

Cyberkriminalität ist infolge der Technisierung und Digitalisierung ein flächendeckendes Sicherheitsproblem im Online-Handel geworden. Doch gleichzeitig bietet das auch Unternehmen und Dienstleister:innen die Chance, Produkte für Cybersecurity weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Cyberkriminalität & Cybersecurity nicht nur 2023 oder im Folgejahr ein zentrales Thema spielen werden, sondern auch im kommenden Jahrzehnt. Denn mit zunehmendem Wachstum des E-Commerce, verstärkter Nutzung von digitalen Zahlungsmethoden und neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz werden auch automatisch neue Sicherheitslücken geöffnet, die von Cyberkriminalität betroffen sein könnten.

Um dem entgegenzuwirken, werden nicht nur Unternehmen oder Online-Plattformen, sondern auch Regierungen verstärkt in die Verbesserung der Cybersicherheit investieren. Trotzdem, ist es auch für Online-Händler:innen wichtig, frühzeitig selbst Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um ihre persönlichen Daten und Unternehmensdaten bestmöglich zu schützen.

KI und die Automatisierung der Lieferketten

Die jüngsten Entwicklungen in der Branche zeichnen ein relativ eindeutiges Bild: Künstliche Intelligenz wird aller Voraussicht nach eine große Rolle im E-Commerce spielen. Besonders auch bei der Automatisierung der Lieferketten und Logistik, denn KI-Technologien können durch maschinelles Lernen, Datenanalyse und Robotik dazu beitragen, Prozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und die Lieferkettensicherheit zu verbessern.

Die Vorteile der KI-Automatisierung in den Lieferketten und der Logistik sind vielfältig: Durch den Einsatz von KI können Unternehmen beispielsweise ihre Nachfrageprognosen verbessern, um ihre Lagerbestände zu optimieren und somit Engpässe zu vermeiden. Außerdem kann KI bei der Routenplanung und Optimierung von Transportwegen helfen, um Lieferungen schneller und kostengünstiger zu machen. Auch wenn vielleicht jetzt noch flächendeckend undenkbar, werden KI-gesteuerte Roboter und Drohnen zukünftig in der Lagerhaltung und beim Versand eine große Rolle spielen, da sie dabei helfen können manuelle Aufgaben zu automatisieren und die Effizienz nachhaltig zu steigern.

Gamification:

Ein großes Fragezeichen steht noch immer hinter dem Gamification-Ansatz. Die Vorteile einer gut durchdachten Gamification-Strategie liegen auf der Hand, denn neben einer verstärkten Kund:innenbindung, sorgt auch die Integration von Gamification-Elementen und Funktionen für mehr Interaktion in deinem Online-Shop und einem positiverem Einkaufserlebnis für Nutzer:innen. Aber spielt Gamification in Deutschland überhaupt eine Rolle? Um es schnell auf den Punkt zu bringen: Ja.

Viele Unternehmen nutzen gamifizierte Elemente, um Kund:innen auf ihrer Plattform zu binden, ihre Interaktion zu fördern und damit den Umsatz zu steigern. Aber wie genau funktioniert das Prinzip? Online-Plattformen wie Nike, VW oder auch die Lufthansa nutzen gamifizierte Elemente in ihrem Webauftritt mithilfe von Punktesystemen, Belohnungen, Ranglisten, oder Herausforderungen, Badges und virtuellen Währungen. Diese Elemente sollen dabei helfen den Kunden zu motivieren, mehr Zeit auf der Website zu verbringen, häufiger einzukaufen und bestimmte festgelegte Ziele zu erreichen. Die Unternehmen nutzen Gamification auch um Markenloyalität aufbauen, indem sie den Nutzer:innen ein unterhaltsames und interaktives Einkaufserlebnis bieten.

Lasst uns kurz auf ein paar veranschaulichende Beispiele von Unternehmen in Deutschland eingehen, die Gamification bereits erfolgreich integriert haben:

  1. Deutsche Bahn: Die Deutsche Bahn hat eine App namens „DB Navigator“, die Gamification-Elemente wie Punkte, Ranglisten und Belohnungen verwendet, um Kund:innen zur Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu animieren.
  2. Volkswagen: Volkswagen hat eine App namens „Think Blue. Challenge“, bei der Fahrer:innen durch umweltfreundliches Fahren Punkte sammeln können. Diese Punkte können dann gegen verschiedene Belohnungen eingelöst werden.
  3. SAP: SAP besitzt eine interne Plattform namens „SAP Community Network“, die Gamification-Elemente wie Badges, Punkte und Ranglisten verwendet, um Mitarbeiter:innen zur aktiven Teilnahme an Diskussionen und Wissensaustausch zu motivieren.
  4. Telekom: Die Deutsche Telekom hat eine App namens „Sea Hero Quest“, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen entwickelt wurde, um Daten über das menschliche Orientierungsvermögen zu sammeln. Die App nutzt Gamification-Elemente, um Spieler:innen zu motivieren, verschiedene Aufgaben im Spiel zu erfüllen.
  5. Lufthansa: Die Lufthansa hat das weit bekannte Vielfliegerprogramm namens „Miles & More“, bei dem Kund:innen durch das Sammeln von Flugmeilen verschiedene Statusstufen erreichen können. Diese Stufen bieten verschiedene Vorteile und Belohnungen, um Nutzer:innen zur Treue zu motivieren.

Wie kannst du Gamification in deinen Webshop integrieren?

Alles schön und gut. Aber wie können Online-Händler:innen, die nicht gerade Teil der Global Brands sind, den Ansatz für sich selbst nutzen? Sobald du als Händler:in deinen Kund:innenstamm aufgebaut hast, kannst du jederzeit Gamification Elemente in deinen Webshop einfließen lassen. Lass dir von Website- und IT-Spezialist:innen dabei helfen, spielerische Elemente wie Punktesysteme, Belohnungen oder Ranglisten und Herausforderungen in deinen Shop zu integrieren. Damit steigerst du die Wahrscheinlichkeit, dass Kund:innen erneut bei dir einkaufen, um sich Vorteile zu sichern, Punkte zu sammeln oder Belohnungen zu erhalten.

Gleichzeitig erhöhst du damit den Traffic und die Interaktion in deinem Webshop. Spielerische Elemente wie Quizfragen, Rätsel oder interaktive Spiele animieren deine Kund:innen dazu länger auf deiner Website zu verweilen und sich intensiver mit den Produkten und Dienstleistungen auseinandersetzen. Doch auch die Produktpräsentation kann mit Gamification viel interaktiver gestaltet werden. Virtuelle Anproberäume und 3D-Produktvisualisierungen bieten eine Verbesserung des Einkaufserlebnisses und helfen deinen Kund:innen bei der Kaufentscheidung.

Gamification & Datenanalyse?

Ein oft übersehener Punkt ist der Mehrwert der Datenanalyse durch Gamification. Denn der Ansatz kann Nutzer:innen dazu motivieren, bestimmte Aktionen durchzuführen, wie beispielsweise das Ausfüllen von Umfragen, das Verfassen von Bewertungen oder das Teilen von Produkten in sozialen Medien. Durch Belohnungen oder Wettbewerbe werden sie dazu ermutigt, diese Aktionen durchzuführen, was wiederum dem Unternehmen und der Datenanalyse zugutekommt. Durch die erhöhte Interaktion auf deiner Website können damit Daten über das Verhalten und die Vorlieben deiner Kund:innen gesammelt werden. Anhand der Analyse dieser Daten können Unternehmen dann personalisierte Angebote und Empfehlungen erstellen, um das Einkaufserlebnis noch weiter zu verbessern.

Live-Shopping

Live-Shopping! Der Megatrend aus dem asiatischen Raum hat sich noch nicht im selben Ausmaß in Europa etablieren können. Nichtsdestotrotz hat Live-Shopping ein großes Potential sich als Trend im E-Commerce durchzusetzen, denn vor allem Verbraucher:innen der Generation Z suchen nach neuen und interaktiveren Einkaufserlebnissen. Live-Shopping bietet die Möglichkeit, genau diese Fokusgruppe abzuholen und Produkte in Echtzeit zu präsentieren und zu verkaufen, während Kund:innen direkt mit den Verkäufer:innen interagieren können.

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Unternehmen auf Live-Shopping spezialisiert und bieten ihren Kund:innen die Möglichkeit, Produkte in Echtzeit über Live-Streams zu kaufen. Dieser Trend hat insbesondere während der COVID-19-Pandemie an Bedeutung gewonnen, da viele Menschen vermehrt online einkaufen und nach neuen Einkaufserlebnissen suchen. Bei HSE24 und QVC beispielsweise ist Live-Shopping im Internet via Livestream bereits ein fest etablierter Bestandteil des Geschäfts. Doch auch die Plattform Shopstream ermöglicht es Unternehmen inzwischen Live-Shopping Events zu veranstalten und somit ihre Marken zu pushen.


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Der Brutto-Umsatz im Online-Handel in Deutschland ist zum Vorjahreszeitraum um 10,8 Prozent gefallen, Krisen wie die mit dem Krieg in der Ukraine verbundene Inflation und die weiterhin angespannten Lieferketten – es war ein herausforderndes Jahr für die Branche. Zusätzlich steht der Online-Handel vor der Herausforderung, sich klima- und umweltfreundlich zu transformieren. Nicht zuletzt, weil dem Wert Nachhaltigkeit gesellschaftlich zunehmend mehr Bedeutung beigemessen wird. Umso wichtiger ist es deshalb, die kommenden Trends im E-Commerce frühzeitig zu erkennen und diese für sich nutzen zu können. Welche vielversprechenden Trends das Jahr 2023 für den Online-Handel mit sich bringt, erfährst du hier bei uns im fynax-Blog.

Trend 1: „Buy now, pay later“

„Buy now, pay later“ (BNPL) heißt auf Deutsch nichts anderes als „jetzt kaufen und später bezahlen“. Dabei handelt es sich praktisch um eine moderne Bezeichnung für den klassischen Rechnungskauf, wie man ihn unter anderem auch aus den Quelle- und Otto-Katalogen kannte. Die neue Bezahlfunktion gilt als Umsatzbooster für E-Commerce-Unternehmen und Payment-Dienstleister wie PayPal oder Klarna. Prinzipiell stellt die Bezahlmethode sowohl für Händler:innen, als auch für Kund:innen ein nützliches Tool dar, das vor allem in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit als flexible Alternative zur klassischen Bezahlmethode genutzt werden kann. Kleine und mittlere Unternehmen, sowie Online-Händler:innen können durch die Einführung der Bezahlfunktion Bestandskund:innen binden, sowie Neukund:innen gewinnen.

Trend 2: Cybercrime im E-Commerce

Die Risiken des Cybercrimes für Online-Händler:innen sind auch 2023 ein bestimmendes Thema für den E-Commerce: organisierte Cyberverbrechen mit Trojanern, klassischen Betrugsmitteln oder dem Diebstahl von Zugangsdaten der Händler:innen und Käufer:innen müssen ernst genommen werden. Dazu bieten sich regelmäßige Awareness-Sicherheitsschulungen für neue und bestehende Mitarbeiter:innen an, aber auch die Einführung von Hard- und Software-basierten Sicherheitsprogrammen. Sogenannte „Bug Bounty“-Programme können zusätzlich genutzt werden, um Schwachstellen im Sicherheitssystem zu suchen und die Schutzmaßnahmen entsprechend nachzujustieren.

Trend 3: Optimierung und Automatisierung der Lieferketten

Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit eines E-Commerce Unternehmens ist unabdingbar. Mittel- und langfristig gesehen ist die Automatisierung der Lieferketten mithilfe von AI-Programmen (künstlicher Intelligenz) die nachhaltigste Lösung. In unserer fynax-Trendstudie gehen wir auch nochmal detaillierter auf Nachhaltigkeit und Lieferketten im Online-Handel ein. Aber generell müssen auch kleine und mittlere Unternehmen flexiblere und agilere Prozesse, wie zum Beispiel cloudbasierte Softwareprogramme für die Überwachung der Lieferketten einführen. Hierbei ist besonders eine gute und flexible Kund:innenkommunikation für jede:n Online-Händler:in wichtig, da diese Kommunikation bei Lieferkettenproblemen für die Kund:innenzufriedenheit eine entscheidende Rolle spielt.

Trend 4: Secondhand – Eine Chance für den E-Commerce

Aufgrund der aktuellen Produktknappheit, Lieferengpässen und dem sich verändernden Kaufverhalten der Konsument:innen rücken vor allem auch Gebrauchtwaren oder De-Facto Neuwaren wieder verstärkt in den Fokus der Kund:innen.

Auch wenn die Hauptbeweggründe für einen Kauf der kostengünstigere Preis der Produkte und die Nachhaltigkeit stellen dürften, so müssen Online-Händler:innen und Plattformen bei dem Vertrieb von Gebrauchtwaren vor allem auf die Qualität ihrer Dienstleistung achten: Das bedeutet – zuverlässige Produkte, zuverlässiger Service und zuverlässige Reklamationsmöglichkeiten.

Trend 5: Die Revolution des Online-Einkaufserlebnisses

Unterhaltung und Gamification sind Schlüsselbegriffe für die neue Art des Einkaufserlebnisses für E-Commerce Kund:innen. So zeigen Studien, dass vor allem das jüngere Publikum sich durch Unterhaltungselemente zum Kauf von Produkten motivieren lässt. Die Einbindung von Entertainment und Gamification-Ansätzen, wie beispielsweise die Konfiguration von Minispielen auf der Website des Onlineshops oder Kurzvideos erhöhen die Verweildauer der Kund:innen und steigern somit auch die Motivation zur Kaufbereitschaft. Auch Verlinkungen zu Social Media Events tragen dazu bei den Kund:innenstamm fester zu binden, Neukund:innen zu gewinnen und ihre Verweildauer auf den Plattformen zu steigern.

Trend 6: Echtzeitshopping via Livestream

Der Megatrend aus China dürfte sich bald schon in Europa etablieren und auch in Deutschland durchstarten. Das Live-Shopping knüpft an die bereits im Voraus erwähnten Unterhaltungselemente im Einkaufserlebnis an, denn auch hier bietet das Echtzeit-Shopping interessante Elemente, die die Verweildauer der Konsument:innen online erhöhen können. Durch 3D-Produktvorführungen, das Testen von Produkten oder das Anprobieren von Klamotten beispielsweise erhalten die Interessent:innen einen besseren und vor allem authentischeren Eindruck des besagten Produkts.

Smarte Kommunikationsmöglichkeiten, wie etwa die Einführung von Likes, Kommentaren oder Live-Umfragen während der Produktvorstellung können dir außerdem damit helfen das Einkaufserlebnis noch interaktiver zu gestalten. Da Livestreams über die eigene Webpage oder über Social Media Plattformen geteilt werden können, sollten sich auch KMUs oder Kleinunternehmer:innen des stationären Handels mit dieser Idee auseinandersetzen.

Wichtig wäre im Live-Shopping aber vor allem die Wahl des Hosts bzw. Presenters: Diesen kannst du entweder als KOL (Key Opinion Leader), also als Influencer:in wählen, oder eben auch als KOC (Key Opinion Consumer). Ein KOL verfügt in der Regel über eine sehr hohe Reichweite auf Social Media Kanälen und eignet sich daher besonders gut zur Kund:innen-Neugewinnung. Ein KOC hingegen kann damit punkten, dass er:sie als „normale:r“ Konsument:in des Produkts eine höhere Authentizität und Glaubwürdigkeit ausstrahlt. Ein KOC eignet sich also besonders gut für die Bindung der bestehenden Kundschaft und für den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses mit den Kund:innen.

Trend 7: Nachhaltige Umsatzzahlen durch Kund:innenprofibilität

Besonders 2023 ist die Pflege deiner Bestandskund:innen extrem wichtig. Hierfür bieten sich diverse Kund:innenbindungsstrategien an, jedoch ist wohl die Incentives-Strategie eine der vielversprechendsten: in der sogenannten „Incentivize“-Strategie erhalten nur ausgewählte Kund:innen das Kaufrecht für bestimmte Produkte.

Ein Beispiel wäre die Birkin-Bag von Hermes, bei der nur Kund:innen die genug Umsatz generieren das Kaufrecht erhalten. Auch Nike verfolgt eine ähnliche Strategie: die Teilnahme an den sogenannten „Nike-Raffles“ per Losverfahren bestimmt ausgewählte Kund:innen, die das Vorkaufrecht auf exklusive Schuhe erhalten. Mit den Incentive-Strategien können Konsument:innen nachhaltig zum Kauf motiviert werden.


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